Mein Gott, Gottfried…

Von | 15. September 2008

Trage die Reime durch Raum & Zeit,
Schütte die Seime aus Vorvergangenheit
Nun ruhig ins Wasser, Grashalm blüht,
Solange das Verslein im Hirnstamm glüht.

Zertreten die Trauben fließend vor Lust –
So erzittert die Zeile neu in der Brust,
Wo Reime, Seime & Vorvergangenheit
Sich neu kombinieren in Raum & Zeit.

Die Neuheit, das Neue – als Syntax kam
& nahm die Klänge fest in den Arm,
Da wurde Sinn aus Singsang:  Neu
_ _ _ . .  ,  _ _ . . _  .

Du ruhst nun, Wasser aus Himmeln
Bricht – alle Messen gesungen, dich
Juckt es nicht:  Trage die Reime durch
Raum & Zeit bis in all ihre Seime:

/2 Strophen undeutlich/

Die Gleichklänge kranken – alles einerlei!
Auch dieses Murmeln: Vorvergangenheit.
Böse blicken die Blumen zum Auge herein –
„Nimm schon diesen Duft & wickle ihn ein.“

2 Gedanken zu „Mein Gott, Gottfried…

  1. crysantheme

    wenn mich ein bleicher dichter küsste // mich infizierte // schlank und schön // ich seine muse wär‘ und ungewöhn-// -lich kunstvoll // lebte meine lüste: // dann bräucht‘ ich nie mehr zu marschieren // hinter die Arbeitsplatte ins büro // alsbald auf gut gebürstetem niwo // studende mit faucault // traktieren.
    hinein! ins wüste lotterbett // wir fielen ohne lang zu schweifen // im silberlicht // in schönsten streifen // und bald ich seine krankheit hätt‘.

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