Das Ende nach dem Ende

Von | 20. März 2013

Eigentlich war ja voriges Jahr schon alles zu Ende. Aber dann war da noch dieser Lichtblick mitten im fünften Kapitel: Du betratst den Raum. Es war eine von fernher vertraute Dünung. Nicht einmal der verstaubte Gestus hundertfünfzigjähriger Kulturkritik störte mich wirklich. Die Ansatzpunkte so real wie eh und je, die Suche so, wie wir sie kennen. Du hättest gut und gerne jener Bösewicht sein können, Maldoror, auf den sich die Meute stürzt, um ihn schließlich aufzuhängen. Sie taten es nicht, stattdessen übten sie sich in Integration. Wären wir noch im dritten Kapitel, könnte ich jetzt einen Exkurs über die Verknüpfung von Integration und Differenzierung montieren. Was soll’s! Stattdessen will ich, wie es sich für ein Fazit geziemt, Abschied nehmen. Ich nenne diesen Raum seit einiger Zeit Giovannis Zimmer. So viele verschiedene Menschen – und doch immer nur ein Feuer!! Die jetzt darum herum sitzen bleiben, haben die Verantwortung dafür zu tragen.

X1: Schulmädchenhafte Art, die Welt mit seiner Schwäche zu piesacken; großer Entwurf – Suche nach sich selbst.

X2: Der Augur-augurator; beschwert sich über die Möglichkeit der Kopie seines Stils – als ob allein die Möglichkeit Grund zur Angst wäre! Andere würden glücklich sein … Festhalten am Gefundenen wie an seinem Personalausweis … aber Freund – alles fließt.

Y1: Der eigentlich Neue. Leider nichts Neues. Schreibt immer über sich selbst. Mal beim Bäcker, mal auf der Couch – hat Kinder. Problem: „Kinder im Roman“ … hat seit Rousseau niemand mehr wirklich überzeugend hingekriegt. Nebenbei der Traumjob in der Politikberatung – in der Manteltasche des Ministers incognito UNTERWEGS. Das geschmuggelte  Kätzchen, Geheimcode Nachbarschaft. Scheint allergisch gegen sich verfärbendes Herbstlaub zu sein. Wird wohl auch noch lernen, Eichenlaub von Buchenlaub zu unterscheiden. Träumt manchmal wie in der Gartenlaube.

Der Text wird immer länger, Zeit aufzuhören. Die Avantgarde nach der Avantgarde steht im Rückstau: WEGUNTER Land, companero. Irgendwann sind wir alle tot. Das Gequatsche in den Zeitungen aber wird bleiben. Und Feuer brennt nieder,

politisch korrekt (aber nicht theoriefähig) mit abnehmender – Die Gedanken sind frei! – Hitze

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