Fremdbildnis.

Von | 13. April 2012

Der Ideengeber wird immer verlacht. Weil er die Stumpfsinnigkeit seiner Mitatmer offenbart. Kleingöttisches Abgefühl beim Tun. Je glücklicher. Aus dem immer wieder aufgeforderten Leben wird nichts. Das Zerstörte vollendet uns. Wie als Kind in dir. Es bleibt ein Leben lang ein Spiel. Nur immer zynischer und gehässiger. Aus Angst. Nicht du, sondern dein Anspruch, dein Fremdbildnis hat sich selbständig gemacht. Klar verheissnes Nebelkleid. Schimmelt dich ein. An deinen noch unbeschriebenen Saiten hängt kaum ein Herzton.

Kategorie: Trauersymmetrie

Über van hengel

Willi van Hengel: geb. 1963 in Oberbruch, hat Philosophie, Politik und Germanistik in Bonn studiert, Abschlußarbeit über Nietzsche und Derrida, anschließende Dissertation gescheitert, lebt in Berlin. Veröffentlichungen: Lucile (Roman, Berlin 2006), Morbus vitalis (Roman, Schweinfurt 2009), Wunderblöcke (Prosastücke, Schweinfur

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