S.

Tränen netzen
mein Gesicht.
So nah wie einst,
so fern doch jetzt.
Nicht mehr eigen
Fleisch und Blut.
Unbekannte Fremde,
aufgebrochen ins
Land ohne Halt.
Zerstörung des Selbst
auf unbekanntem Pfad,
jenseits von Sinn
und Verstand.
Tastend ins Nichts,
begleitet von
düsteren Gestalten,
ohne Liebe.
Verlierend das eigene Ich.
Trostlos rücklassend mich.

3 Kommentare

  1. Die Situation des Menschen seit zweihundert Jahren. Der Intellektuelle inmitten seiner Trümmer, Glaubensprüfung oder Aufforderung zur Synthese? Oder, mit Nietzsche, der Gewaltakt: sich außerhalb der überkommenen Gesamtheit stellen?

  2. Was (be)kümmert die Machtinhaber? Noch mehr Macht? Die Qualität jeder Gesellschaft zeigt sich spätestens im Umgang mit ihren Schwächsten – in ihrer Ausgrenzung oder Einbeziehung und in der Fürsorge um sie. Wo viele Machtgelüste herrschen, kommt die Fürsorge oft zu kurz.

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