lungenfische

messe ich die welt mit dem maß der lungenfische
sind drei nächte noch kein vers
sieben kein gedicht
öffne ich die tür zum totenreich für die stimmen
formen sargnägel einen fluss
heilige finsternis bleibe
verdammte finsternis weiche

atmen die lungenfische die tage
stehen sterne immer am firmament
krümmen sich ihre schatten gegen die unendlichkeit
ewig ist ein kurzes wort
wie viel länger sein sinn
GIWE
kehrst du zurück

in ein trockenes flussbett legen wir uns zu den lungenfischen
und warten auf wasser
dass es benetzt unsere lippen unsere zunge unsere stimme
dass wir singen gegen den sturm
der aus dem felsenschlund kommt
dem menschenschlund
in deinen händen hältst du die enden der welt

gib mir ein leichentuch und ich zeige dir ein grab

Dieser Beitrag wurde von Werner Weimar-Mazur am 18. November 2019 um 11:50 Uhr geschrieben.

Genre: Gemütstiefe

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