V.

Nicht gesehen von dir,
schmerzte,
trieb mich weiter und weiter.
Nie wirklich gekannt,
gehalten von dir,
machte mich haltlos.
Zeitlose Ewigkeiten in der
Vergangenheit,
Längst vorbei, vermeintlich,
Ruhelosigkeit bis heute.

Endlose Zeiten heute
lassen dich sehen.
Im Jetzt.
Aber das Vergessen
ist schneller
als das Verstehen.
Langsames Verschwinden,
Verblassen,
ohne Wiederkehr,
ohne Abschied.

Dieser Beitrag wurde von Solaris am 5. November 2019 um 19:08 Uhr geschrieben.

Genre: Erinnerungsbrösel, Realitätsschatten

4 Kommentare »

  1. Die Stäbchen sind – wie ihr Name ahnen lässt – dünn und länglich. Sie sind sehr lichtempfindlich und reagieren dank dem Sehpigment Rhodopsin schon auf wenig Licht. Sie ermöglichen uns, in der Dämmerung und sogar in der Nacht zu sehen. Allerdings nur in Schwarz-Weiss. Die kegelförmigen Zapfen werden durch die Spaltung ihres Sehpigments Photopsin erst bei relativ hellem Licht aktiv. So werden sie in der Dämmerung oder in der Nacht nicht angeregt

    Comment by Zapfen u. Stäbe — 8. November 2019 @ 16:14

  2. Stäbchen und Zapfen versehen brav ihren Dienst, wie bisher. Dennoch: “Man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar” wusste schon S.-E.

    Comment by Solaris — 10. November 2019 @ 19:10

  3. Das ist richtig. Aber ich entsinne mich dunkel, was “eisenhans” uns einst zu bedenken gab: “Man sieht nur mit den Augen gut, das Herz ist im Wesentlichen zum Blut pumpen da.” Schade, dass er selbst nicht mehr da ist.

    Comment by ich zitiere: — 10. November 2019 @ 23:27

  4. Wie traurig für Eisenherz. Dann wusste er leider nicht, dass und warum die “Pumpe” so sehr schmerzen kann. Nur dieser Schmerz lässt wirklich erahnen, welches Glück man hat, wenn man ihn nicht verspürt. Aber hätte “Eisenherz” es je spüren können?

    Comment by für Eisenherz, post mortem — 11. November 2019 @ 18:51

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