leergeräumt

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Siehst du die Sterne, sagt er und zeigt in den Himmel.

Aber klaro sehe ich die Sterne!

Erkennst du den Kleinen und den Großen Hund?

Wo rennen da Hunde herum?

Siehst du den Hasen? Und da, neben den Hunden, siehst du den Jäger Orion?

Eine richtige Jagd!

Erkennst du da drüben den Stier?

Gibt es jetzt auch schon Rindviecher im Himmel?

Aber den Fuhrmann erkennst du, schau dort hinüber, siehst du ihn?

Den Großvater? Er ist tot! Papa, du hast Halluzinationen!

Den Löwen, dort drüben, wo die Sonne bald aufgeht, den siehst du doch?

Liegt jetzt Afrika im Himmel?

Die Zwillinge wenigstens wirst du doch sehen!

Hast du zu viel getrunken, Papa? Die liegen im Bett und schlafen hoffentlich!

Wenn du in den Himmel schaust, was siehst du dann?

Ich sehe den Himmel.

Und weiter?

Nichts weiter!

Du musst doch die Sterne sehen!

Natürlich sehe ich die Sterne.

Und weiter!

Was weiter?

Was siehst du, wenn du in den Himmel schaust?

Nichts!

Dieser Beitrag wurde von Herbert Kollenz am 2. Juni 2011 um 07:31 Uhr geschrieben.

Genre: Realitätsschatten

2 Kommentare »

  1. Verstehe ich nicht,
    kann mir das jemand erklären?

    Comment by Lisa — 7. Juni 2011 @ 09:09

  2. Verstehe ich nicht, hab ich gelesen. Und die Frage, die klingt nach: Was will uns der Dichter mit diesen Worten mitteilen? Mein hochgeschätzter Deutschlehrer hätte dazu gesagt: Diese Frage ist verboten Punkt. Ein Stück von Bach ist auch keine Abfolge von verschiedenen Frequenzen mit unterschiedichen Amplituden. Also mach was damit, du Depp. Wie schmeckt dir das: lyrik ist komposiotion mit worten?

    Comment by Niko — 14. Juni 2011 @ 22:30

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