Wörtermörder

Von | 31. März 2013

Ganz normale Wörtermörder

 

Nein sie hat veabscheuend +

… verschiedenes gesagt aber

nie wie du gemeint weil

es war donnerstag und hinterher auch nicht

streit wo immer keiner was

immer einer meinte ganz kausal

:nie banal + definitiv deshalb

authentisch, nicht genitiv

zumindest ichnichtich

es gibt assoziationsketten

total vergessen?

 

Dreimal geraten du schizzo wörterauseinander

zusammenfallen alles durcheinander weil

nein nicht immer für alles eine erlaubnis

für welche sprache früher

ging vieles schon mal gar nicht

 

weil schizzo fetzen wörter

setzen kann doch jeder

bloss rein linguistisch

deskriptiv

war alles einfach?

 

geh mir weg mit sickofsick

nie normativ spinnen geht so

schon mal gar nicht

und immer gibt es einen sinn

 

sonst heißt es wieder

jeder spinnt für sik of

sik allein

sik o soft?

 

mal wieder

die asche

in die tonne treten

die tage folgen

 

fast auch gestorben

die letzten tage

mit drohenden türen

 

zeigen sich

:verschlossen

bastian hat nicht

 

gewonnen.

(Die Brüder Grimm sind erste Pflicht)

 

 

Kategorie: Realitätsschatten

Über Niko

Kurzvita, Niko Skrotzki „Unter dem Pflaster, ja da liegt der Strand. Komm, reiß auch du ein paar Steine aus dem Sand" (Schneewittchen) Wer bin ich und überhaupt: warum ich geboren wurde weiß ich manchmal nicht aber ich bin glücklich darüber, da zu sein. Geboren 1952 in Lüdenscheid, zum größten Teil aufgewachsen in Dortmund, wo ich Sozialarbeit studiert und bis 1996 auch gelebt und gearbeitet habe. Bin 1996 vor der Arbeitslosigkeit nach Flöha geflohen und habe mich kurze Zeit später von meiner Familie getrennt. Heute wohne ich in Leipzig und zwar seit Dezember 1999. Ich werde auf jeden Fall hier bleiben. Diese Stadt mag ich, die Leute hier, meinen Freundinnenkreis, die Gegend und überhaupt: hier habe ich Wurzeln geschlagen. Ich selbst schreibe seit Jahrzehnten und trete regelmäßig öffentlich auf. Beispielsweise in der„Pfeffermühle", einem über die Grenzen von Leipzig bekannten Kabarett oder in diversen Kneipen und Lese-Cafés. Da ich politisch engagiert bin (attac, Bürger- und Antikriegsinitiativen, Sozialforen), schlägt sich das selbstverständlich auf meine Text nieder. Weil aber, - frei nach Brecht - die Empörung über die Ungerechtigkeit der Welt, die Gesichtszüge verzerrt - suche ich auch nach Worten, die kleine Glücksseligkeiten beschreiben. Also schreibe ich auch über Befindlichkeiten, gelungene und gescheiterte Beziehungen, kurze Begegnungen, die Augenblicke des Glücks beinhalten. Manchmal blühen Blumen am Ende des Elends und hinter Brandmauern bauen einfache Bauern ihre Bastionen des Glücks ... Was ich möchte? Lyrik, nicht im Elfenbeinturm sondern Gedichte, mit denen man Fensterscheiben einschmeißen kann. Gebrauchslyrik. Wahrlich, wahrlich wir leben in schlechten Zeiten. Laßt uns deshalb den Strand finden unter dem Pflaster ….

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.