maigedicht

hältst du in den händen die enden der welt
wie die enden einer gerissenen perlenkette

leuchtet lyrik
ihrer wege gehen die brandstifter
das eine ende der welt liegt hinter einem apfelbaum
du schüttelst ihn und tapst
in die schneewittchenfalle
wer in meinem bettchen geschlafen hat kommt
nimmer um

ich saß in der küche und dachte an dich
das messer lag noch auf dem stuhl

gestern besuchte ich einen muschelfriedhof
beim anblick der schalenbruchstücke einer islandmuschel
fühlte ich rührung
ein alter seewolf war der muschelmörder
ich lauschte dem sound einer bekassine
eines tordalks eines regenbrachvogels

ich fand perlmutt
über die lippen rann es einem catfish

Dieser Beitrag wurde von Werner Weimar-Mazur am 1. Mai 2020 um 15:58 Uhr geschrieben.

Genre: Realitätsschatten

Keine Kommentare »

Noch keine Kommentare

RSS-Feed für Kommentare zu diesem Beitrag.

Hinterlasse einen Kommentar