zur feier

hohläugiger blick
mit augen von jenseits der schatten
ins schwarz der äonen
hingemeuchelt

an tischen aus fels
unbehauen sitzen wir stumm
im geschleiften gebein

zum gelächter der irren
die reichen uns wein aus mitternachts-
trauben wallt das blut bis über
die ufer

uralter gesänge
gen morgen erhängt
am stirngebälk

krähte der hahn viermal
das pochen im brustgewölbe verebbt
gebrochen jedwede geste kalt-
gepresst

gebeugt das tosende
zungenbein alle augen vom schlaf
umwölkt

Dieser Beitrag wurde von Habakuk am 16. März 2020 um 07:43 Uhr geschrieben.

Genre: Realitätsschatten

Keine Kommentare »

Noch keine Kommentare

RSS-Feed für Kommentare zu diesem Beitrag.

Hinterlasse einen Kommentar