ephemer

rauscht in der brust
traumverloren im innern der knochen
abgegolten

am rande des hirns
synapsentaumelnd neuronen-
geflochten hingeschüttet
in singenden
staub

tagblind und nacht-
vergessen ursprungsgerissen
wie totes segment

käme einer
höbe das wort aus erstarrter
zunge ließe es stürzen
blutrot

hinab ins zerstäubte
gedicht käme und fiele
vom silbenrand

den würgte
der achtlose sohlentritt kadenz-
zerschlagen mit stumpfer
gewalt

streue ich wind in die lippen-
asche

Dieser Beitrag wurde von Habakuk am 8. März 2020 um 14:19 Uhr geschrieben.

Genre: Realitätsschatten

4 Kommentare »

  1. 3 + 2 + 1 + nichts

    Comment by Ritualbeobachter — 9. März 2020 @ 06:10

  2. sie hat den pfleger gebissen.

    Comment by mutti — 10. März 2020 @ 20:05

  3. als Johannes endlich seinen Friedrich getroffen hatte, stürzte ihm

    EIN EIMER WORTE

    aus dem gedicht, oh reiner Rainer __ Maria! und die Prosa tickt immer

    WEITER WEITER!

    Comment by erzählung — 12. März 2020 @ 07:12

  4. Stützstrümpfe werden individuell angepasst. Und übrigens lasse ich Sie einliefern, wenn Sie weiterhin so renitent sind.

    Comment by grinsen Sie nicht so! — 13. März 2020 @ 17:25

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