Die Säulen des Herakles

Nun steht der Mensch am Rand derWelt, vor sich das Meer in all seinerPracht & hinter sich das menschliche

Unglück: “Wer bin ich”, fragt

Des Kopfes Stimme, fragt eine

Stimme aus dem Loch, “wo

geht es hin auf dieser Reise?” -

Die Wellen schäumen krachend & kalt,

der Globus im Kopf faßt keinen Fluß

Mehr, ohne den Grund einer Wellen-

bewegung hat nicht ‘mal das Fragen

Seinen tragenden Rhythmus, von

Bö zu Bö springt die ziehende Herde, Ge-

Danken – o Himmel! – mit Ziegenhörnern

gaukeln den Schiffern ihr Mutter-

Haus vor: “Hier steh’ ich, jung”, ein

Gemäuer von Säulen wie Riesen-

Schenkel in die Erde gerammt, “- so

mußt auch du stehn, bist du erstmal

Verständig, Junges!” – dann brüllte der Ozean.

Dieser Beitrag wurde von J. W. Rosch am 13. Januar 2008 um 15:14 Uhr geschrieben.

Genre: Realitätsschatten

1 Kommentar »

  1. Ist Herakles alias J.W. Johann Wolfgang oder Jossif Wissarionowitsch? Wollte ich immer mal schon fragen …

    Comment by Väterchen — 28. Januar 2008 @ 01:38

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