(„doch das genügt nicht“ arsenij tarkowski)
mein herz ist eine piratentruhe
vollgestopft mit momenten der liebe
unmöglich sie zu schließen
freiheit heißt abhängig sein
von dem was man liebt
(„doch das genügt nicht“ arsenij tarkowski)
mein herz ist eine piratentruhe
vollgestopft mit momenten der liebe
unmöglich sie zu schließen
freiheit heißt abhängig sein
von dem was man liebt
Das leichte Fädeln aus meinem Mund. Kurzum: Stranguliern ist Leben. Ich hatte eigentlich kaum Probleme mit mir : ausser wenn Menschen da warn : ausser wenn Licht : ausser wenn ich mich harmonisch geben sollte … wie wenn sich als absoluter Existenzkuss dein innerer Klang so weit ausschneit …
Goodbye, June. Er spürt keinen Verlust. Also im Kopf. Eine schwere Bürde. Von ihm genommen. Sein Traum. In der Dunkelkammer, eins, zwei. Einziges Wohlstandsland. Wunderbare Welt. Sonnennah. Wasser-Einlauf. Wischt den Laden auf. Vom Keller bis zur Decke. Ausgebreitet. Kaum noch Schwerkraft. Zu kalt zum Leben. Nein. Er ist es nicht.
(letzte kosmische gelegenheit)
du verpasst was du verpasst was du
das gibts nur heute nur heute nacht
danach nie wieder du verpasst was du verpasst
bleib wach mach mit wenn du dass nicht erlebst
ists für immer zu spät
für immer
!!!!
venus durchschreitet die sonne
!!!!
ja venus durchschreitet die sonne
ein wunder
wie immer
?
nur heute
merkt ihrs mal
…
mit dem wechsel der perspektive
ändern sich die gelegenheiten und
venus durchschreitet die sonne
immer
.
gartenzäunehustenpastillezweckgebundenesarbeitsklima
tütensuppefalscherhasegeraniengoldlacklack
kastenfotokolorpetroleoumleucht
bestreichungsmaßnahme
seifendosenspülwasser
begießungstaktik
verwischer
fliegen
lack
frei nach Christian Morgenstern
blub
blub blub
blubb blubb blubb
blub blub
blub
( au-wald)
wer hat sich au-sgedacht
den au-wald
au-szuholzen
dem sollten
die zierbüschel einzeln au-
sgerissen werden
das sägemehl au-
s der höhlung geklopft
elle speiche fingerkuppen
gäben eine gute suppen
aua
aber au-s welchem grund
und boden diese au-
snehmend sinnlosen
b-au-wege
diese desaströsen fällungen
rabenschwarz grün
t-au-sende
b-au-mstubben
au-sgeführt
im letzten jahr
und au-ssehn tuts heute
wie Bremen
verschnitt
Der strenge Wille : das Dasein wie sich mit Gefühlen füllen, wie müssen: wie sich ausliefern. Schönheit bewegt sich dahin. Auf Grund gesickert. Blubber dir deinen Text. Und schäum dir noch ein paar Titten dazu. In deinem letzten Betreff stünde: abgenippelt: wenn’s um die Wahre gingte.
Ein Beitrag zum gleichberechtigt verbalen Auftreten menschlicher und künstlerischer Keimzellen in diesem Blog.
An seinem beigen Mantelkragen klebte Spucke. In seiner Tasche ein angelecktes Kirscharomabonbon. Eigentlich wollte er keine Kinder. Die Spiele seiner Kindheit hatten ihn traumatisiert: Bockspringen, Hosenwasser, Rennen im Schlüpfer. Doch seine Spermien wollten andere Wege gehen, und diese Wege lagen in der Natur der Sache, wie Konrad Adenauer in den Fünfzigern großspurig verkündete. Wir sind wieder wer! Er fasste in die Manteltasche und befühlte den klebrig dunkelroten Klumpen, der wichtige Teile seiner DNA enthielt. Und auch von Renates DNA. Renate wusste Bescheid. Sie bereitete den Nachtisch, – liebend gern aß er Pudding in allen Variationen – Sahne, Schoko, Vanille, Himbeer, Waldmeister – gedreht, geschäumt und gemixt -, auf dieselbe Art & Weise zu wie ihre Mutter. Dieser fünfte Geburtstag, dachte er, hat sein Existieren maßgeblich uns zu verdanken.
es ist ein so herrliches gefühl, nichts mehr verlieren zu können …
ich hatte damals alles schon längst verloren … meine mam!
und die verlier ich immer noch …
ich schöpfe ihr nach …
cut: wie siehts mit deinem herzen aus? mit deiner in-schutz-nahme deines ichs?
du musst immer wieder dein ich stärken, um für deine püppi und deine jungs da zu sein …
ich mit meiner neuen freiheit – du mit deiner neuen tiefenempfindung …
meine vogelfreiheit ist ein wahnsinn: ich darf jeder zeit fliegen, sterben, mich nicht mehr so wichtig zu nehmen
hast du dir für den sommer eine sonne dazubestellt?
dein fellflamingo
Ich spüre ja immer noch eine metaphysische Sehne, mit der ich am Leben hänge … und je länger man sie zieht. Wobei wir uns jetzt nicht mehr hinter einem Lächeln, aneinander Vorbeiansehen, Getue von Näherkommen erkennen müssen. So wie mir deine Fehler, deine Furchen, deine dann immer schöner werdenden Gesichter in die Hand fielen, die ich dann wie in Trance an meinen Mund führte. Weisst du das Blau manchmal vom Sinn eines Spaziergangs zu unterscheiden
(müde im mai)
sieben milliarden potentaten
verkünden rundum ihre rechte
die anzahl der sender
verdoppelt sich pro stunde
anaerobe bakterienkulturen
überschreiten die schwellen
länder und driften gen rom
wo alle brünnlein fließen
muss ich winken
Und wenig später umarmt ihr euch mit Erde im Mund. Im Vergehn dein Gelassenseyn. Du dornst mich aus mir heraus.
Du berührtest damals schon mein Haar, glaube ich, nicht. Nun springt dich mein Fingernagel an wie eine aufgeplatzte Sehnsucht, wär mein Atem nicht längst davongehüpft …
fürs kinderlied von eisenhans ein Kommentar, den ich anscheinend anders nicht loswerde :
mit Freude über die geteilte Affinität zu E.D.1333, hier ein mindestens ebenso gutes, nämlich E.D.1472 :
“ To see the Summer Sky
Is Poetry, though never in a Book it lie –
True Poems flee – „
Exponentialfunktion, sagte Jenson vorhin im Auto, als er aussteigen wollte, um in seinem Schachcafé einen weiteren Zug zu machen. Du verlierst, wenn dein Weib, äh die Königin fällt: deine Stolzverholzung.
Wie viel mir am Monatsende übrig bleibt, sagte Jenson, ist wie eine Rache der Lust. 10 Minuten Rittmeister, 20 Jahre Zahlmeister, nannte Scotty es immer. Lieber das, als dein nächtliches Holzbein mit dir rumzutragen mitten aus Berlin heraus, aus der Nacht an der Avus vorbei und danach auf eine neue Lebensgeschichte zu.
Jenson stieg aus
so. nun darf ich nicht mal mehr beim kreisspiel mitmachen. hatte mich schon so gefreut, ouroboros juchhee…aber auch das scheint nun gestrichen. bin wohl vorerst vom feld gestellt. na ja. bring ich mein fleisch eben raus untern pfingstlichen himmel, irgendwo wird da schon geist verkippt.
lieber admin, bitte kommentare durchlassen
ja. das maigrün. ich kann mich vor glück nicht entscheiden. das pilzbuch, oder pflanzen und tiere der strände und deiche, vielleicht aber auch den musikantenspiegel, das kunstseidene mädchen, oder süßkartoffeln mit wildlachs. der müller-thurgau vom naumburger steinmeister ist auch nicht schlecht, der schmeckt wie der hauswein von georgio. englisch und indischer curry zum kochen. ein südbalkon und die amsel singt. und die sonne geht wieder mal planmäßig unter. ach, was sind wir beschenkt mit freuden.
manchmal möcht ich
wortlose gedichte schreiben
mich nicht von neuem
in zweifel treiben
ich will wie die vögel
zum ursprung zurück
die hymne des vogelgesangs
lobt wortlos
das glück
* Aus meinem staubkörnigen Blick siecht wie Liebe aufgetragene Bedeutung. Du hast recht in deinen Monologen. Es ist zu viel Weltfremde in mir. Ich gehöre nicht mal meinen eigenen Abgründen. Auch sie sind bloss erfunden. Sobald sich etwas mir entspricht. Also aus dem Sprechen verliert. Also aus dem Weinen zu sich kommt. Sich aufgiebt. Aus lauter Lust. Dringt. Und dich bedrängt. Aus dem Hals. Davor wars ein Herz. Bleibe unterwürfig, um die Grammatik nicht zu verlieren.
Als würdest du immer noch leise mit dir selber reden. Wie aufs Meer schaun. Und zurückschäumen ins geschmückte Schiffchen der Realität. Bloss ungeknöpfte Montage. Und Dienstage. Und Mittwöchnerinnen mit flinken Händen.
(rechtsverletzendes sautreiben)
wagenheber heben wagen
tortenheber heben torten
urheber heben
hahaha ur
das vermutlich letzte
exemplar der ehemals weit
verbreiteten wildform des
rindes verstarb im jahre 1627
der verbleib der knochen
unbekannt
wer sind wir
und was
bekommen wir
angst ist die einzige vorstufe zum halbwegs sich immer wieder annähern an den wunsch sich auf eine identität mal halbwegs niederzulassen … oder so
* Streif dein Haar wie Vergangenheit aus dem Gesicht. Ausser im Kühlschrank mein lachendes Mirbier. Du kommst mit meiner beschissenen Dekonstruktion nicht zurecht. Nehme dich und deine Gesagtheiten nicht mal mehr von hinten. Aus meiner Erklärung wird ungerechtes Annähern: von vornherein. Glaub mir unter der Zunge. Kleine Bewegung mit Speichelcharme. So ein abgedrehtes Herz. Wie so abvertraut. Dann kopfversucht. Übers Kissen. Helle Scham in der Nacht. Bei geöffnetem Fenster. Dringst du davon.
Wie vorübergehende Liebe. Immer nur liebkost von einem anderen Auge. Schritt. Stiefel. Fleischliche Schenkel. Einander Auge. Deine fleischlichen Beine aus Stiefeln. Während du deine Strümpfe berührst, schwimme ich in deiner Kniekehle. Und erinnere mich ins Bodenlose. Könnten wir uns züngeln, ohne wider Worte von uns zu lassen. Ich versuche mich mit meinen Eckzähnen an einen neuen Zweig …
Spiel du doch mal mit deinem Einufern, Abgraben, leisen Tönen, hab dich noch nie so geliebt, weil dieses weisse Wesen dazwischen sich feinsilbig hör nur mal wie sie spricht das Strömen das Rinnen das Auswaschen deiner Träume: wolltest du mit mir stehenbleibn berühr mich nicht wenn ich in der Gegend liegen bleibe, spuck auf mich und zeig mir deine Verachtung, so dring ich in meine Worte, meine alte Welt aus dir heraus, 2 Sätze hintereinander zerstören uns. Wir wollen schon lange nichts mehr hören. Wachs in deine Haut. Du bist gezeichnet. Verlang mich. Mir ist nicht mehr danach, zu seyn.
Aus der Tiefe
blickt jemand herauf zu mir –
an die Oberfläche,
auf der ich schaukel.
Ich setze mich zurück,
erschrocken,
und ruder beflissen
ans bergende Ufer.
Der lange Weg ist
der lange
Weg.
Mit Respekt
vor dem Dasein
gelingt es mir nicht,
mich einzukugeln
ins Nest
der Verrannten.
Denn lang zum Himmel
ist der Weg. Der Weg
ist lang.
wie unterm eis das schneetreiben von gestern meine lust von gestern vertreibt und mich in vorgedrungner nacht baumkronen erschlagen liegt der ursprung der tränen in einem atemzug das ganze grün der welt ausserhalb der worte die nägel schiessen von den kuppen das ist der schönheit letzter flug all deine zungen strudeln mich in figurale farben komm süsse panik leise und in marmoradern nach vorn erinnern