{"id":6829,"date":"2016-11-26T11:13:40","date_gmt":"2016-11-26T10:13:40","guid":{"rendered":"http:\/\/www.inskriptionen.de\/?p=6829"},"modified":"2016-11-26T11:13:40","modified_gmt":"2016-11-26T10:13:40","slug":"endlich-allein","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/inskriptionen.de\/?p=6829","title":{"rendered":"Endlich allein"},"content":{"rendered":"<p>Der Bahnsteig hatte sich geleert, vorn wurde gepfiffen, der Zug ruckte an und glitt hinaus in die Nacht. Ein Mann, nicht mehr jung, blickte ihm nach, bis die Schlusslichter zu einem einzigen gl\u00fchendroten Punkt verschwammen. <\/p>\n<p>Der Kiosk hatte noch ge\u00f6ffnet. Der Mann kaufte eine Schachtel Zigaretten und stand dann noch eine Weile auf dem Bahnhof herum. Er steckte sich eine Zigarette an und lief gem\u00e4chlich zur gro\u00dfen Treppe, die in den unterirdischen Bahnhof mit seinen S-Bahnsteigen f\u00fchrte. <\/p>\n<p>Es war ein unauff\u00e4lliger Mann. Er hatte etwas von einem anst\u00e4ndigen Arbeiter an sich, der seinen Kindern die Eigentumswohnung schuldenfrei \u00fcbergeben wollte und deshalb alle Dem\u00fctigungen im Betrieb auf sich nahm. Jemand, der ihn von weitem sah, dachte: Ein grauer Mann. Alles war grau an ihm: der Mantel, das nicht mehr ganz volle Haar, die Bl\u00e4sse des Gesichts im Schein der Bahnhofsbeleuchtung. <\/p>\n<p>Ein langer Tunnel f\u00fchrte zur Hauptstra\u00dfe, schwach von Neonlicht erhellt. Die Schritte des Mannes hallten von den graffitibeschmierten Kachelw\u00e4nden wider. Dass er m\u00fcde war, bemerkte er, als er die steile Treppe zur Stra\u00dfe hinaufstieg. Jeder Schritt ein Sieg \u00fcber sich selbst. Die Stra\u00dfe empfing ihn wie einen, den sie nicht erwartet hatte: windig und k\u00fchl.<\/p>\n<p>Noch auf ein Bier, dachte der Mann. Pr\u00fcfend warf er einen Blick in das kleine vietnamesische Imbisslokal an der Ecke, das erst seit kurzem ge\u00f6ffnet hatte. Es war fast leer. Zwei Halbbetrunkene verdeckten den Tresen, hinter dem der Mann einen jungen Vietnamesen bemerkte, mit dem Sp\u00fclen von Gl\u00e4sern besch\u00e4ftigt. Er war schon an der T\u00fcr, als er sich anders entschied. <\/p>\n<p>Der Mann war auf dem Weg zu seiner Wohnung in einer der Seitenstra\u00dfen. Dass er auf das Bier verzichtet hatte, mochte Gr\u00fcnde haben, er dachte nicht dar\u00fcber nach. An der menschenleeren Kreuzung wartete er. L\u00e4cherlich, dachte der Mann, nachts an der Ampel warten. Aber er wartete, er hielt viel von Disziplin, auch wenn sie jetzt niemandem auffallen mochte. Vielleicht sa\u00df irgendwo jemand vor einem Bildschirm mit der Kreuzung, beobachtete ihn und war es zufrieden, dass er auf Gr\u00fcn wartete. Er sollte nicht entt\u00e4uscht werden, nicht von ihm.<\/p>\n<p>Es war eine Flucht. Er hasste solche unklaren Verh\u00e4ltnisse. Aber es war eine Flucht.<br \/>\nAuf dem Bahnhof war er aus seiner Familie geflohen. Aus einer Familie, die er nicht mehr wollte und die er verabscheute. Nicht ganz richtig, dachte er, nicht die gesamte Familie, nicht den Sohn und die Tochter, nur seine Frau. Er hatte sie in den Zug gesetzt, um Ruhe zu haben, vielleicht zwei Wochen lang, so lange w\u00fcrde sie sich bei ihren Eltern mit den Kindern aufhalten k\u00f6nnen. Und er h\u00e4tte seine Ruhe, nichts als Ruhe.<\/p>\n<p>Am besten w\u00e4re es, er reichte die Scheidung ein. Die Kinder, noch zu jung, um Mitleid mit ihm zu empfinden, aber schon zu alt, als dass sie nicht begriffen, geh\u00f6rten zur Mutter. Er wusste nicht, ob er den Jungen noch liebte, sicher w\u00fcrde er zur Mutter halten. Anders die Tochter. Er sei ihr Lieblingspappi, hatte sie geschmeichelt. Aber das war schon egal, und wenn er ehrlich zu sich selbst war, wusste er, dass er kein Vater war, nicht mehr ihr Vater, sondern nur noch der Schlafbursche, dem die W\u00e4sche gewaschen und das Essen vorgesetzt wurde. So hatte ihn seine Frau angefahren, er hatte ihr wutverzerrtes Gesicht noch vor Augen. <\/p>\n<p>Ausgelaugt war er  vor zwei Wochen von der Arbeit gekommen, alle m\u00fcssten heute eine Stunde l\u00e4nger arbeiten, hatte der Chef kurz nach der Mittagspause gesagt. Es war sp\u00e4t geworden, schon halb acht. Die Frau empfing ihn an der Wohnungst\u00fcr: \u201eSch\u00f6n, dass du endlich kommst! Dein Sohn hat heute die Schule geschw\u00e4nzt und sich rumgetrieben! Zeit, dich mal um die Familie zu k\u00fcmmern! Auf mich h\u00f6rt er ja nicht!\u201c <\/p>\n<p>Er hatte nur abgewehrt: \u201e Lass mich erst mal heimkommen. Ich kn\u00f6pf mir den Burschen vor!\u201c<\/p>\n<p>Sich den Burschen vorkn\u00f6pfen \u2013 er hatte keine Ahnung, was er dem Jungen au\u00dfer das \u00dcbliche sagen sollte. Alles war aus den Fugen, seit sich die Verh\u00e4ltnisse ge\u00e4ndert hatten. <\/p>\n<p>Nachdem sein Betrieb damals, 1990, an einen westlichen Investor verkauft worden war, wurde die gesamte Belegschaft entlassen. An der Stelle, wo seine Produktionshalle gestanden hatte, g\u00e4hnte heute eine unkraut\u00fcberwucherte Brache. Lange war er arbeitslos gewesen, bis ihm vom Amt die Hilfsarbeiterstelle in einem Metallbetrieb angeboten worden war, die er dann ohne lange \u00dcberlegung angenommen hatte. Aber das Geld. Es war zu knapp f\u00fcr vier K\u00f6pfe, die Frau tat ja in der K\u00fcche, was sie konnte, klagte aber st\u00e4ndig dar\u00fcber, dass es anderen Leuten besser ging. Immer unleidlicher war sie geworden. Am Ende warf sie ihm vor, dass er selbst schuld gewesen sei, dass man ihm nur diese Hilfsarbeiterstelle angeboten hatte. Bei seiner Ausbildung und mit dieser Berufserfahrung! Er musste ja gleich zupacken, statt auf was Anst\u00e4ndiges zu warten. Nein, seine Frau verstand nichts. Selbst hatte sie es schon lange aufgegeben, sich einen Job zu suchen, jetzt lastete alles auf ihm. \u201eDem Ern\u00e4hrer\u201c, sagte sie vorwurfsvoll.<\/p>\n<p>Und als sie ihm dann mit dem Schlafburschen kam, rastete er aus: \u201eDu willst die Scheidung? Kannst du haben! F\u00fcr mich allein reicht mein Lohn gerade! Das bisschen Unterhalt f\u00fcr die Kinder kratze ich auch noch zusammen!\u201c<\/p>\n<p>Er wusste nicht, wann sie das letzte Mal in sein Bett gekrochen war. Musste lange her sein. In diesem Moment fand er seine Frau h\u00e4sslich, und er fragte sich, welcher Teufel ihn damals geritten hatte, ausgerechnet sie zu heiraten.<\/p>\n<p>Ja, Scheidung. W\u00e4re am besten. Aber woher das Geld f\u00fcr den Anwalt nehmen? Als er laut dar\u00fcber nachdachte, war die Frau emp\u00f6rt gewesen: \u201eDa tut und macht man, was nur geht, verzichtet auf alles, jetzt, wo es alles gibt, sieh dich doch um, ich brauche auch mal einen neuen Pullover, und die Kinder haben auch Anspr\u00fcche! Aber du? Du kommst abends nach Hause und bist m\u00fcde. Und das Geld reicht nicht hinten und vorne. Was soll ich noch mit dir?\u201c<\/p>\n<p>Das letzte h\u00e4tte sie nicht sagen d\u00fcrfen. \u201eAlso Scheidung\u201c, hatte er w\u00fctend erwidert. \u201e Du willst sie?\u201c<\/p>\n<p>Einen Moment hatte sie gestutzt. \u201eAuf  keinen Fall\u201c, sagte sie dann betont ruhig. \u201cMeine Einwilligung in die Scheidung behalte ich mir vor. Das h\u00e4ngt von der H\u00f6he des Unterhalts ab, mein Lieber.\u201c<\/p>\n<p>Es war das l\u00e4ngste Gespr\u00e4ch, das sie in letzter Zeit miteinander gef\u00fchrt hatten. Er hatte seine<br \/>\nM\u00fcdigkeit, seine Verlassenheit in diesem l\u00e4cherlichen Zustand, den sie noch immer ihre Ehe nannte, nicht erw\u00e4hnt. Sie h\u00e4tte ihn ausgelacht. Sie verstand nichts. Wenn die Ehe noch eines war, dann war sie absurd.<\/p>\n<p>Der Mann hatte sein Haus erreicht, ein Berliner Mietshaus mit Vorder- und Personaleingang. Er nahm den Personaleingang und stieg die drei Treppen hinauf, bem\u00fcht, leise aufzutreten, damit die Nachbarn hinter den T\u00fcren nicht aufmerksam wurden. Die Treppe hatte einen roten Kokosl\u00e4ufer, seit das Haus privatisiert worden war. Der Mann stolperte immer auf derselben Stufe. Wie jedesmal, fluchte er auch heute nacht. Dann fluchte er, weil er zu laut geflucht hatte.<\/p>\n<p>Als er den Flur betrat, f\u00fchlte er sich frei. Es war eine Freiheit, die nicht lange w\u00e4hren w\u00fcrde, er musste sie auskosten. In der K\u00fcche roch es nach Basilikum, das seine Frau auf dem Fensterbrett z\u00fcchtete. Der Duft war ihm angenehm. Aber dann fiel ihm ein, dass auch dieses Kraut ein Teil seiner Frau war, und er nahm die beiden T\u00f6pfe und warf sie in den M\u00fclleimer. <\/p>\n<p>Im Wohnzimmer schaltete er den Fernseher ein und suchte lange nach einem Programm. Endlich fand er einen Sender, der ihm zusagte. Eine Frau, nur mit einem Pullover bekleidet, den sie \u00fcber die Br\u00fcste gezogen hatte, sa\u00df breitbeinig in einem Sessel, und der Mann hoffte darauf, dass die Kamera l\u00e4nger auf der Frau weilen w\u00fcrde, aber sie schwenkte ab auf das Gesicht der Frau. Das Frauengesicht schien ihm zu raffiniert, zu ausgekocht, ihn interessierte nicht mehr, welche obsz\u00f6nen Verrenkungen die Frau auf dem Bildschirm noch anstellen w\u00fcrde. Er schaltete den Fernseher ab.<\/p>\n<p>Die Zeitung lag an ihrem Platz neben dem Fernseher. Er suchte die Seite mit den kleingedruckten Anzeigen, fuhr mit dem Zeigefinger \u00fcber sie hin, blieb dann an einer h\u00e4ngen: Swetlana. Der Name gefiel ihm.<\/p>\n<p>Es war nichts los. Die Nacht war schon angebrochen. Morgen, nahm sich der Mann vor. Er w\u00fcrde sehr lange duschen und sehr lange fr\u00fchst\u00fccken und dann ans Telefon gehen. Morgen, sicher erst mittags. Wir werden sehen, sagte er sich. <\/p>\n<p>\u00dcberarbeitet: 24.11.16<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Bahnsteig hatte sich geleert, vorn wurde gepfiffen, der Zug ruckte an und glitt hinaus in die Nacht. Ein Mann, nicht mehr jung, blickte ihm nach, bis die Schlusslichter zu einem einzigen gl\u00fchendroten Punkt verschwammen. Der Kiosk hatte noch ge\u00f6ffnet. 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