{"id":6362,"date":"2016-11-04T07:35:50","date_gmt":"2016-11-04T06:35:50","guid":{"rendered":"http:\/\/www.inskriptionen.de\/?p=6362"},"modified":"2016-11-04T07:35:50","modified_gmt":"2016-11-04T06:35:50","slug":"angekommen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/inskriptionen.de\/?p=6362","title":{"rendered":"Angekommen"},"content":{"rendered":"<p>Marga Riemann f\u00fchlte sich schlecht, gleich beim Erwachen. Wie immer in den letzten Jahren, seit ihr der Mann gestorben war, wachte sie fr\u00fch auf, wenn es noch dunkel war, schon um drei. Dann, als sie merkte, dass es sie sogar auf dem Kopfkissen schwindelte, lag sie noch eine Weile, sie war wohl eingeschlummert. <\/p>\n<p>Um vier stand sie auf. Sie b\u00fcckte sich, um nach den Hausschuhen zu langen. Ihr wurde schwarz vor Augen. Der Blutdruck, die Doktorsche hatte gesagt, mit dem m\u00fcsse sie sich vorsehen. Ihr Leib lag schwer auf der zerw\u00fchlten Bettdecke. Es gelang ihr hochzukommen, indem sie sich auf die Ellbogen st\u00fctzte, bis sie stand, auf den blo\u00dfen F\u00fc\u00dfen. Es war k\u00fchl im Zimmer, sie schlief immer mit offenem Fenster, trotz des Autoverkehrs auf der Stra\u00dfe, der sie schon seit langem nicht mehr st\u00f6rte. Aber die Nacht war kalt, jetzt, im Dezember.<\/p>\n<p>Mit schwerem, unsicherem Schritt tapste sie zur T\u00fcr. Angelangt, hielt sie sich einen Moment an der Klinke fest, wieder f\u00fchlte sie diese Blutleere im Kopf, ihr war, als w\u00fcrde sie erblinden, der schwarze Vorhang vor Augen wollte nicht weichen. <\/p>\n<p>Sie musste einen Kaffee trinken und ihre Medikamente einnehmen. Gestern war sie leichtsinnig gewesen und hatte das Pillenzeug erst mittags eingenommen, beinahe h\u00e4tte sie es vergessen. Die Rache der Doktorschen folgt auf dem Fu\u00df, dachte sie. Was war das aber auch f\u00fcr eine Frau, immer in Eile, zu keinem Spa\u00df aufgelegt, streng und prinzipiell, lie\u00df nicht mit sich reden. Nein, sie h\u00e4tte sich eine andere Frau Doktor gew\u00fcnscht, aber der Sohn hatte sie zu ihr geschickt, und den Sohn durfte sie nicht entt\u00e4uschen, er k\u00f6nnte wegbleiben, und dann k\u00e4me niemand mehr zu ihr. Au\u00dfer der Doktorschen und morgens, noch vor dem Dienst, auf einen Husch die Nachbarin, die ihr immer die Zeitung hochbrachte.<\/p>\n<p>Die Kaffeemaschine, kaum benutzt, hatte ihr der Sohn geschenkt, vor zwei Jahren, zu Weihnachten, weil sie ihm den Kaffee, wenn er kam, immer t\u00fcrkisch aufgebr\u00fcht hatte. Den t\u00fcrkischen Kaffee trank er mit angewidertem Gesicht und spuckte die Kaffeekr\u00fcmel auf die Untertasse, und es hatte ihr wehgetan, wenn er vor ihr auf der Couch sa\u00df und die Augen verdrehte.<\/p>\n<p>Bis die Doktorsche kommen w\u00fcrde, hatte sie Zeit. \u201eNa, gut geschlafen, Frau Voigt?\u201c, w\u00fcrde sie fragen, wie immer w\u00fcrde sie ein \u201eJa, gut, Frau Doktor\u201c von ihr h\u00f6ren. Was sollte sie ihr mit der Schlaflosigkeit kommen, damit k\u00e4mpfen alle Leute in ihrem Alter, und Schlaftabletten kamen f\u00fcr sie nicht in Frage. Nicht f\u00fcr sie. Vielleicht noch tablettenabh\u00e4ngig werden, das fehlte noch.<\/p>\n<p>Sie stellte das altmodische Radio an, das  aus der Zeit stammte, als ihr Mann noch lebte. Es war ein R\u00f6hrenradio, gro\u00df und mit repr\u00e4sentativem Geh\u00e4use. \u201eWozu\u201c, hatte ihr Mann gefragt, als sie ihn dr\u00e4ngte, eines dieser neuen gl\u00e4nzenden Ger\u00e4te aus dem Schaufenster zu kaufen, \u201eder Ton unseres alten Radios ist gut, die Bedienung kinderleicht, was brauchst du altes Haus noch ein neues Radio? Und dann erbt es sowieso blo\u00df der Sohn.\u201c Sie hatte ihn m\u00fcde angeblickt, sie verstand ihn, er hatte Prostatakrebs im Anfangsstadium, und er wusste es, obwohl ihn der Arzt mit einer Blasengeschichte beruhigt und nur mit ihr, der Ehefrau, dar\u00fcber geredet hatte. Das war vor einem Jahr gewesen, ihr aber schien es, als h\u00f6re sie noch die leise, auf sie einredende Stimme des Arztes. Fast ein ganzes Jahr hatte ihr Mann noch gelebt, mit h\u00f6llischen Schmerzen, aber gelebt. <\/p>\n<p>Die Tasse in der Hand zitterte, als sie ins Wohnzimmer schlurfte, der Kaffee schwappte auf die Untertasse. Der Sessel stand so, dass sie einen bequemen Blick auf den Fernseher hatte. Der andere Sessel war der ihres Mannes gewesen, in dem war er dann gestorben. Eben hatte er noch irgend etwas gesagt, sie hatte es nicht richtig verstehen k\u00f6nnen, sie hatte das H\u00f6rger\u00e4t noch nicht im Ohr, und im selben Moment war sein Kopf auf die Brust gefallen. Sie hatte ihn gepflegt, er wollte, dickk\u00f6pfig, wie er war, der Hermann, nicht ins Krankenhaus. <\/p>\n<p>Sein Foto stand neben dem Fernseher, in einem Goldrahmen. Jedesmal, wenn sie zur Fernbedienung, die auf dem Tisch lag, griff, blickte sie erst mal hin zu seinem Foto, als wolle sie ihn um sein Einverst\u00e4ndnis fragen, wie fr\u00fcher, als er noch lebte. Es war ein Urlaubsfoto, das j\u00fcngste, das sie von ihm hatte, Hermann lachte, sie wusste nicht mehr, wor\u00fcber. Sie war auch drauf, neben Hermann, doch wenn sie auf das Bild blickte, sah sie nur ihn. An den Tag konnte sie sich gut erinnern, als eine Urlauberin die Fotos von ihnen geknipst hatte. In Th\u00fcringen waren sie gewesen, in Tabarz, in einem Heim, in dem sonst nur \u00c4rzte und Anw\u00e4lte Urlaub machten. Hermann hatte den Urlaubsplatz \u00fcber seinen Betrieb ergattert, das war 1987. Und jetzt war Hermann schon lange tot. Sie \u00fcberlegte einen Moment. Ach ja, gestorben ist er 98, jetzt haben wir 2005, also ist er sieben Jahre tot. Schon sieben Jahre. Sie schloss die Augen, sie nickte ein.<\/p>\n<p>Es war halb sieben, als es klingelte. Die Nachbarin brachte die Zeitung vom Briefkasten hoch, wie jeden Morgen. Sie schreckte auf, wollte sich aus dem Sessel erheben, fiel wieder zur\u00fcck. Heute wollte ihr aber auch gar nichts gelingen, sie musste sich an der Tischkante festhalten, damit sie aus dem Sessel hochkam. Wieder dieser schwarze Vorhang vor Augen, als sie stand.<br \/>\nSie schlurfte zur Wohnungst\u00fcr.<\/p>\n<p>Der Sohn hatte auf ihr Dr\u00e4ngen kopfsch\u00fcttelnd drei Riegel an der T\u00fcr angebracht. Bed\u00e4chtig \u00f6ffnete sie einen nach dem anderen und zog die T\u00fcr einen Spalt auf. Eine Hand reichte die Zeitung herein. \u201eIch hab es eilig heute morgen\u201c, sagte die Nachbarin, eine Frau in den Vierzigern, und war schon halb im Gehen. \u201eKeine Zeit f\u00fcr unser Plaudermin\u00fctchen.\u201c<\/p>\n<p>Sie stand noch einen Moment, bis das Ger\u00e4usch der Nachbarst\u00fcr im Treppenhaus verklungen war. <\/p>\n<p>Im Wohnzimmer setzte sie die Lesebrille auf, bl\u00e4tterte die Zeitung um, las die \u00dcberschriften.<br \/>\nNein, die Welt war nicht mehr sch\u00f6n, schon wieder Krieg, immer noch, im Irak, wo jetzt die Menschen starben. Wo es doch einmal hie\u00df: Nie wieder Krieg. Damals, als die Bombenn\u00e4chte endlich vorbei waren. Was f\u00fcr eine Zeit war das gewesen. Sie blutjung und der Junge im Kinderwagen, und die Sirene heulte, und dann die Zeit in der Bunkerzelle, und als der Krieg zu Ende war, nichts als Tr\u00fcmmer. So sah es jetzt auch im Irak aus. Die Menschen lernten nichts aus ihren Kriegen. <\/p>\n<p>Am besten w\u00e4re es, dachte sie, und sie dachte nicht zum erstenmal an ihren eigenen Tod, w\u00e4re es, ich fiele um, und weg w\u00e4re ich. Das ist keine Welt, in der ein Mensch noch leben m\u00f6chte.<br \/>\nSie hatte ihre Zeit gehabt, und jetzt war die Zeit herum, und jetzt musste sie ans Sterben denken.<\/p>\n<p>Sie dachte nicht wirklich ans Sterben, aber sie stellte sich vor, wie es sein w\u00fcrde. Der Sohn w\u00fcrde an ihrem Bett sitzen, seine Frau, mit der sie sich nie vertragen hatte, w\u00fcrde er zu Hause lassen, und die Enkelin w\u00fcrde sowieso keine Zeit haben, zu ihrer sterbenden Oma zu kommen. Schade, dachte sie, dass die Zeit so schnell vergangen war, die Enkelin war erwachsen, und sie h\u00e4tte ihr doch so viel erz\u00e4hlen m\u00fcssen, von der Familie, ihrem Urgro\u00dfvater, wie es damals war in Berlin, mit der Arbeitslosigkeit und der sch\u00e4bigen Einzimmerwohnung, und dann die Hitlerei und der Krieg, und dass sie Gl\u00fcck gehabt hatte, weil ihre Wohnung nicht zerbombt worden war.<\/p>\n<p>Der Sohn w\u00fcrde also an ihrem Bett sitzen. Er w\u00fcrde sie mitleidig ansehen und wissen, dass sie wusste, was zu wissen war \u00fcber das Sterben.<\/p>\n<p>Und das Leben! Sie hielt inne. Arbeitslos war er jetzt, seine Frau war stundenweise irgendwo Putzhilfe, war ja auch nicht mehr die J\u00fcngste und musste immer noch den Buckel krumm machen. Ein paarmal hatte er auf die Regierung geschimpft, weil sie ihm keine Arbeit gab. \u201eAlles unf\u00e4higes Kroppzeug\u201c, hatte er gew\u00fctet. Sie hatte ihm recht gegeben, damit er von seiner Wut herunterkam. \u201eWir h\u00e4tten uns eben unser Land nicht wegnehmen lassen sollen\u201c, sagte sie, aber er erwiderte nichts. <\/p>\n<p>Sie erschrak, so sp\u00e4t schon! Sie schlug die Zeitung zu. In vier Minuten, p\u00fcnktlich um halb acht, w\u00fcrde die \u00c4rztin kommen und ihr die Diabetesspritze geben. In den Bauch, mit so einem neumodischen Ger\u00e4t, das gar nicht wie eine Spritze aussah. Und wenn sie die Frau auch nur nach dem Wetter fragte, w\u00fcrde die nur nicken und zur T\u00fcr st\u00fcrzen, sie war besch\u00e4ftigt, man sah es ihr an.<\/p>\n<p>Sie schleppte sich ins Bad. Wenigstens gewaschen musste sie sein, wenn die \u00c4rztin kommen w\u00fcrde. Sie wusch sich mit dem Seiflappen unter flie\u00dfendem Wasser, wie sie es immer getan hatte, damals schon, als sie mit Hermann noch in der schrecklichen alten Wohnung gelebt hatte, ohne Bad und Balkon. Hermann. Sie stellte sich vor, wie er immer in der Wanne sa\u00df, j\u00fcnger als in seinen letzten Jahren und hager, dass man das Brustbein sah, er hatte bis zuletzt noch alle Z\u00e4hne gehabt und lachte immer, um sie zu zeigen. Sie hatte ihn deshalb aufgezogen, er sei eitel wie die Jungfrau im Bade, die Bathseba, er wisse schon, das Bild von Rembrandt, nur nicht so sch\u00f6n und so mollig. Und dass er dann besonders laut lachte, daran erinnerte sie sich jetzt, wenn sie ihn mit der Bathseba \u00e4rgern wollte. Pl\u00f6tzlich war das Bild weg, sie sah wieder die leere Wanne.<\/p>\n<p>Baden w\u00e4re sch\u00f6n, dachte sie, aber in die Wanne zu steigen war ihr zu umst\u00e4ndlich und zu gef\u00e4hrlich, sie k\u00f6nnte ausrutschen, und dann w\u00e4re niemand da, der ihr wieder hochhelfen w\u00fcrde. Und sowieso, allein w\u00fcrde sie niemals auch nur in die Wanne hineinkommen, bei ihrer Figur, und das Zittern in den Knien, und wieder wurde ihr schwarz vor Augen, als sie den Kopf hob und in den Spiegel blickte. Wie eine Furie sah sie aus, die Haare wirr und die vielen F\u00e4ltchen auf den Wangen, die Augenbrauen waren verschwunden. <\/p>\n<p>Sehr langsam k\u00e4mmte sie sich, sie nahm die Str\u00e4hnen zwischen die Finger und zog die B\u00fcrste vorsichtig durch. Trotzdem blieben Haare in ihr h\u00e4ngen. Eines Tages w\u00fcrde sie mit Glatze herumlaufen, wenn sie sich allzu heftig k\u00e4mmte. Ach was, herumlaufen. Niemand w\u00fcrde es bemerken, au\u00dfer der \u00c4rztin und der Nachbarin, sie ging ja nicht mehr auf die Stra\u00dfe. Und dem Sohn. Aber dem war es erkl\u00e4rlich, dass sie Haare verlor, er dachte wohl an seine eigenen, die auch schon sch\u00fctter wurden. <\/p>\n<p>Pl\u00f6tzlich wurde ihr wieder schwarz vor Augen. Sie griff zum Handwaschbecken, im Spiegel sah sie ihr Erschrecken, die aufgerissenen Augen. Sie glaubte, einen Schrei auszusto\u00dfen, als ihr der Fu\u00dfboden unter den F\u00fc\u00dfen wegrutschte. Sie begriff es nicht mehr, dass sie mit dem Kopf auf dem Wannenrand aufschlug, sie sp\u00fcrte keinen Schlag, sie fand es angenehm zu fallen, ihr war, als schwebe sie.<\/p>\n<p>*<\/p>\n<p>So fand sie die \u00c4rztin, die, als auf ihr Klingeln nicht ge\u00f6ffnet wurde, die Feuerwehr gerufen hatte: im Bad, auf den Fliesen liegend, mit aufgerissenen, schon gebrochenen Augen, die wei\u00dfen Haare wie einen Heiligenschein ausgebreitet.  <\/p>\n<p>\u201eSie hat sich seit Wochen auf den Weg gemacht\u201c, sagte die \u00c4rztin tonlos. Der Feuerwehrmann verstand nicht. \u201eSo sagen wir Mediziner den Angeh\u00f6rigen\u201c, sagte sie, als sie  das verst\u00e4ndnislose Gesicht des Mannes sah, \u201ewenn wir wissen, es gibt kein Zur\u00fcck.\u201c<\/p>\n<p>\u201eAch so, so meinen Sie das, jetzt verstehe ich &#8230;\u201c<\/p>\n<p>\u201eEs ist der letzte Weg.\u201c Seufzend strich sie sich vor dem Spiegel die Str\u00e4hne aus der Stirn, die ihr beim B\u00fccken ins Gesicht gefallen war. \u201eSie ist angekommen\u201c, sagte sie. \u201eJa, angekommen.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Marga Riemann f\u00fchlte sich schlecht, gleich beim Erwachen. Wie immer in den letzten Jahren, seit ihr der Mann gestorben war, wachte sie fr\u00fch auf, wenn es noch dunkel war, schon um drei. Dann, als sie merkte, dass es sie sogar auf dem Kopfkissen schwindelte, lag sie noch eine Weile, sie war wohl eingeschlummert. 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