{"id":2072,"date":"2013-03-07T18:28:22","date_gmt":"2013-03-07T17:28:22","guid":{"rendered":"http:\/\/www.inskriptionen.de\/?p=2072"},"modified":"2013-03-07T20:43:55","modified_gmt":"2013-03-07T19:43:55","slug":"hahnchen-und-porno","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/inskriptionen.de\/?p=2072","title":{"rendered":"H\u00e4hnchen und Porno"},"content":{"rendered":"<p><!--[if gte mso 9]&gt;        --><!--[if gte mso 9]&gt;     Normal   0         21         false   false   false      DE   X-NONE   X-NONE                                                                                             --><!--[if gte mso 9]&gt;                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                   --><!--[if gte mso 10]&gt;   \/* Style Definitions *\/  table.MsoNormalTable \t{mso-style-name:\"Normale Tabelle\"; \tmso-tstyle-rowband-size:0; \tmso-tstyle-colband-size:0; \tmso-style-noshow:yes; \tmso-style-priority:99; \tmso-style-parent:\"\"; \tmso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt; \tmso-para-margin:0cm; \tmso-para-margin-bottom:.0001pt; \tmso-pagination:widow-orphan; \tfont-size:10.0pt; \tfont-family:\"Times New Roman\",\"serif\";}  --><\/p>\n<p><!--[if gte mso 9]&gt;        --><!--[if gte mso 9]&gt;     Normal   0         21         false   false   false      DE   X-NONE   X-NONE                                                                                             --><!--[if gte mso 9]&gt;                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                   --><!--[if gte mso 10]&gt;   \/* Style Definitions *\/  table.MsoNormalTable \t{mso-style-name:\"Normale Tabelle\"; \tmso-tstyle-rowband-size:0; \tmso-tstyle-colband-size:0; \tmso-style-noshow:yes; \tmso-style-priority:99; \tmso-style-parent:\"\"; \tmso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt; \tmso-para-margin-top:0cm; \tmso-para-margin-right:0cm; \tmso-para-margin-bottom:10.0pt; \tmso-para-margin-left:0cm; \tline-height:115%; \tmso-pagination:widow-orphan; \tfont-size:11.0pt; \tfont-family:\"Calibri\",\"sans-serif\"; \tmso-ascii-font-family:Calibri; \tmso-ascii-theme-font:minor-latin; \tmso-hansi-font-family:Calibri; \tmso-hansi-theme-font:minor-latin; \tmso-bidi-font-family:\"Times New Roman\"; \tmso-bidi-theme-font:minor-bidi; \tmso-fareast-language:EN-US;}  --><\/p>\n<p>Dienstag kam sie fr\u00fcher als sonst nach Hause. Schon im Hausflur sp\u00fcrte sie, dass etwas nicht stimmte. Sie h\u00f6rte, dass der Fernseher lief. Frank sah sonst tags\u00fcber nie fern, selbst wenn er Zeit hatte. Leise schlo\u00df sie die Wohnungst\u00fcr auf und ging ins Wohnzimmer.<br \/>\nFrank sa\u00df auf dem Sofa und bemerkte sie nicht. Er war nur mit einem wei\u00dfen Hemd bekleidet, auf dem Tisch standen die \u00dcberreste eines gebratenen H\u00e4hnchens und zwei offene Bierflaschen. Im Fernsehen lief mit ged\u00e4mpfter Lautst\u00e4rke ein Film mit etlichen blutjungen M\u00e4dchen, die ein paar Burschen gerade gen\u00fc\u00dflich die glattrasierten Hoden und die gierig in die Luft ragenden fetten Schw\u00e4nze leckten.\u00a0 Frank bemerkte sie nicht.\u00a0 Sie konnte zwischen Franks braunen Oberschenkeln seinen Penis sehen. Wie ein dicker gebogener Ast reckte er sich \u00fcber die wei\u00dfen Hemdzipfeln und leuchtete rot. Der Anblick war so \u00fcberraschend, dass ihr meinte, sie h\u00e4tte das alles noch nie gesehen. Frank hing abwesend l\u00e4chelnd in einer der Sofaecke und vergn\u00fcgte sich mit sich selber.<br \/>\nStumm vor \u00dcberraschung lehnte sie im T\u00fcrrahmen und betrachtete die Szene. Darauf war sie nicht gefasst.<br \/>\nFrank hasste es eigentlich, wenn vor acht Uhr abends der Apparat lief. Gebratene H\u00e4hnchen a\u00df er sonst nie. Und Bier trank er nur, wenn sie ausgingen, niemals zu Hause. Im Fernseher quietschten die M\u00e4dchen, weil einer der J\u00fcnglinge ihnen gerade \u00fcber die h\u00fcpfenden kleinen Br\u00fcste ejakulierte.\u00a0 F\u00fcr einen Moment \u00fcberlegte sie, was sie jetzt tun sollte: Sich einfach zu erkennen geben, einschreiten oder mitmachen. Dann h\u00f6rte sie Frank zufrieden st\u00f6hnen, sah, wie pl\u00f6tzlich ein wei\u00dfer Blitz aus ihm herausscho\u00df und sich \u00fcber Brust und Bauch verteilte, wie sich seine Augen schlossen und er weich zu l\u00e4cheln begann, als breite ein warmer Sonnenschein sich \u00fcber ihn aus.<br \/>\nLena wich leise zur\u00fcck in den Flur und lehnte sich an die Wand. Das Schlimme f\u00fcr sie war nicht das Gejohle im Fernseher, war nicht Franks Heimlichtuerei. Dass er es sich auf seine Weise gem\u00fctlich machte, wenn sie nicht da war, geschenkt. Der wirkliche Schock war sein Gesichtsausdruck. Sie konnte sich nicht erinnern,\u00a0 wann sie Frank das letzte Mal so hatte l\u00e4cheln sehen. Leise schlich sie zur\u00fcck in den Flur, \u00f6ffnete, immer noch im Mantel und mit den Taschen in der Hand, noch einmal die Wohnungst\u00fcr und lie\u00df sie demonstrativ ins Schlo\u00df fallen.<br \/>\n\u201eLiebling?\u201c rief sie, raschelte mit den Taschen und registierte, wie augenblicklich die Ger\u00e4usche im Wohnzimmer verstummten. Mit leicht zittrigen Fingern kn\u00f6pfte sie den Mantel auf und h\u00e4ngte ihn an einen B\u00fcgel. Als sie die Taschen in die K\u00fcche tragen wollte, kam Frank ihr aus dem Wohnzimmer entgegen. \u201eNanu?\u201c sagte er beinahe schl\u00e4frig, aber keineswegs verlegen. \u201eIch dachte, du kommst erst heute Abend?\u201c Er war barfu\u00df, hatte sich eine Jeans \u00fcbergestreift und hastig zwei Kn\u00f6pfe des Hemdes geschlossen, es sah nicht \u00fcbel aus.<br \/>\n\u201eIch hab den Sport heute ausfallen lassen.\u201c sagte sie, w\u00e4hrend sie mit den Taschen in die K\u00fcche ging. Behutsam stelle sie die Eink\u00e4ufe auf dem Tisch ab. \u201eMir war nicht danach.\u201c\u201eScheint ein schlechter Tag zu sein.\u201c meinte Frank, der ihr vom Flur aus zusah und die Arme verschr\u00e4nkte als w\u00e4re ihm kalt. \u201eIch habe es mir auf der Couch gem\u00fctlich gemacht. Mein Kopf schmerzt h\u00f6llisch. Wahrscheinlich das Wetter.\u201c Sie blickte aus dem K\u00fcchenfenster, drau\u00dfen t\u00fcrmten sich dicke Regenwolken \u00fcber den bl\u00fchenden G\u00e4rten.<br \/>\nAls sie sp\u00e4t am Abend vorsichtig ihren Arm hin\u00fcber auf seine Seite des Bettes schob, r\u00fcckte Frank kaum merklich von ihr ab. \u201eWas denn?\u201c knurrte er schl\u00e4frig. \u201eIch schlafe schon.\u201c Dann lauschte sie dem Rhythmus seines Atems. Minuten sp\u00e4ter schien er zu schlafen. Das leise Schnarchen, das sie sonst so r\u00fchrte, schien ihr pl\u00f6tzlich bedrohlich. In ihrem Bett lag eine Drohne. Ein Blutegel, ein Parasit. Ein hinterh\u00e4ltiger Perverser, ein verpupptes verlogenes Ungeheuer, das hinter der Fassade eines freundlichen, gut aussehenden Mannes auf die Gelegenheit wartete, sich ihrer zu bem\u00e4chtigen, sie auszusaugen, sie zur willenlosen Marionette seiner W\u00fcnsche zu machen.<br \/>\nSie k\u00f6nnte ihn t\u00f6ten, es w\u00e4re gerecht, dachte sie, und sah vor sich wieder die abgenagten Knochen des Brath\u00e4hnchens auf dem Couchtisch. Und Frank selig versunken mit geschlossenen Augen l\u00e4cheln.<br \/>\nDann versank sie in einem unruhigen Schlaf.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dienstag kam sie fr\u00fcher als sonst nach Hause. Schon im Hausflur sp\u00fcrte sie, dass etwas nicht stimmte. Sie h\u00f6rte, dass der Fernseher lief. Frank sah sonst tags\u00fcber nie fern, selbst wenn er Zeit hatte. Leise schlo\u00df sie die Wohnungst\u00fcr auf und ging ins Wohnzimmer. Frank sa\u00df auf dem Sofa und bemerkte sie nicht. 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