{"id":13259,"date":"2020-11-03T01:53:54","date_gmt":"2020-11-03T00:53:54","guid":{"rendered":"https:\/\/inskriptionen.de\/?p=13259"},"modified":"2022-01-29T10:00:26","modified_gmt":"2022-01-29T09:00:26","slug":"parabelb-auf-die-pandemie-8-die-verrueckte-feuerwehr","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/inskriptionen.de\/?p=13259","title":{"rendered":"Die verr\u00fcckte Feuerwehr"},"content":{"rendered":"<p>In den s\u00fcdlichen L\u00e4ndern war eine seltsame Feuersbrunst ausgebrochen: Sie befiel nur die Pinien. Die Zypressen lie\u00df sie stehen. Auch die F\u00f6hren und Tannen, von Birken und Eschen ganz zu schweigen. Vor allem, nein, nahezu ausschlie\u00dflich fra\u00df das Feuer die wunderbar knorrigen, alten Pienen\u00adb\u00e4ume, die im Wind, der vom Mittelmeer heraufwehte, behaglich knurrten. Es war ein Trauerspiel. Jahrhunderte alte B\u00e4ume, die von F\u00f6rstern und Waldpflegern umsorgt und gehegt worden waren, loderten wie Kerzen auf und zerfielen zu Asche. Sicherlich hatte die Trockenheit der letzten Jahre, die den Boden metertief ausged\u00f6rrt hatte, dazu beigetragen, da\u00df ausgerechnet die Pinien so leicht f\u00fcr die Flammen empf\u00e4nglich geworden waren.<\/p>\n<p>Ein weiteres, noch nie beobachtetes Ph\u00e4nomen wurde von den Waldpflegern festgestellt: unsichtbare W\u00e4rmestrahlen, die von allen brennbaren Materialien ausgingen, konnten die armen Pinien in Windeseile erhitzen, indem sie Wirbel und Strudel um sie herum bildeten. F\u00fcr das menschliche Auge waren sie nicht wahrnehmbar. Wer seine Hand an den Stamm eines betroffenen Baumes hielt, sp\u00fcrte, wie W\u00e4rmeblitze die Haut durchdrangen, und zuckte unwillk\u00fcrlich zusammen. Daher war es jedermann klar, dass es sich um eine seltsame, neuartige Feuersbrunst handelte.<\/p>\n<p>Zuerst brachen die Feuer lokal aus. In ein paar D\u00f6rfern, die gleich hinter dem muschelkalkwei\u00dfen Str\u00e4nden lagen. Dort konnten sie schnell gel\u00f6scht werden und niemand beachtete sie. Die Menschen untersch\u00e4tzten die unsichtbare W\u00e4rmestrahlung, die von allem ausging, was \u00fcberhaupt brennen konnte. Zumindest behauptete das ein Feuerwehrhauptmann, der sich mit dem Oberf\u00f6rster \u00fcber die Baumbr\u00e4nde unterhielt. Der F\u00f6rster konnte es, ehrlich gesagt, kaum glauben.<\/p>\n<p>Bald brannten nicht nur in seinem Dorf die Pinien, sondern entlang der gesamten K\u00fcste. Erst nur entlang der K\u00fcste Italiens, dann breitete sich das Feuer nach Osten und Westen aus, ergriff die Pinien Griechenlands und Spaniens. Als die seltsame Feuersbrunst sich Richtung Norden vorw\u00e4rtszufressen anschickte und geradenwegs auf Rom zumarschierte, sp\u00e4ter dann auch mitten ins Herz von Madrid und Athen zielte \u2013 da reichte es den Regierungen: Sie beschlossen, Ma\u00dfnahmen zu ergreifen.<\/p>\n<p>Ersparen wir uns, die Ma\u00dfnahmen im Detail zu erl\u00e4utern. Es gen\u00fcgt, wenn wir behaupten, da\u00df sie notwendig waren. Und, nebenbei bemerkt, waren sie \u00e4u\u00dferst raffiniert. Der schlaue Feuerwehrhauptmann von der K\u00fcste hatte sich n\u00e4mlich als erster erfolgreicher Feuersbrunstbek\u00e4mpfer bei der Re\u00adgierung um einen Beraterposten beworben. In ihrer Ratlosigkeit und \u2013 ehrlich gesagt \u2013 Un\u00adwissenheit nahm die Regierung diese Bewerbung eines Fachmanns und aus\u00adge\u00adwiesenen Kenners dankbar an.<\/p>\n<p>Noch loderten die Flammen vor den Toren der Stadt, da\u00df Nero seine helle Freude gehabt h\u00e4tte, schon \u00fcberh\u00e4uften sie den Feuerwehrhauptmann mit glitzernden Orden und Medaillen. Welche bahnbrechende, patentw\u00fcrdige Idee hatte unser k\u00fchner Hauptmann den M\u00e4chtigen eingefl\u00fcstert? Nicht etwa, da\u00df es darauf ankomme, neben jeder Pinie ein Fa\u00df voll Wasser aufzustellen oder gar einen Hydranten zu installieren. Auch Flugzeuge oder Hubschrauber, die \u00fcber unseren sch\u00f6nen Pinienw\u00e4ldern Wasser abwerfen k\u00f6nnten, empfahl er nicht. Nein, der tollk\u00fchne Retter der Pinien ersann eine Methode, die anfangs nur er allein verstand. Denn nur er wu\u00dfte von den unsichtbaren W\u00e4rmestrahlen, die von allem Brennbaren ausgingen und die armen Pinien so gnaden\u00adlos in den Feuertod rissen. Also, dachte er sich, w\u00fcrde es nichts helfen, die Pinien mit Wasser zu \u00fcbergie\u00dfen, wie es die Feuerwehr bisher getan hatte. Man mu\u00dfte alle brennbaren Stoffe, die sich in der N\u00e4he der Pinien befanden, wegr\u00e4umen.<\/p>\n<p>Nicht nur wegr\u00e4umen, vernichten mu\u00dfte man sie \u2013 Str\u00e4ucher, B\u00e4ume anderer Art, Blumen, selbst winzige Kr\u00e4uter und Gr\u00e4ser \u2013 alles sollte entfernt, geh\u00e4ckselt und geordnet in M\u00fcllverbrennungsanlagen unsch\u00e4dlich gemacht werden, damit es die Pinien nicht mehr entz\u00fcnden konnte. \u201eFeuerbek\u00e4mpfung durch M\u00fcllverbrennung\u201c lautete die Devise. Selbst die jungen Pinien sollten nicht verschont bleiben, um die sch\u00f6nen, knorrigen, alten Pinien zu sch\u00fctzen.<\/p>\n<p>Die Feuerwehr z\u00f6gerte erst, dieser neuen Aufgabe nachzukommen. Wie all die Zeiten zuvor wollte sie stur Schl\u00e4uche mit Wasser f\u00fcllen und unter Hochdruck auf die Brandherde spritzen \u2013 aus der Traum. Die Regierung glaubte dem Hauptmann, denn nur er hatte das Geheimnis der unsichtbaren W\u00e4rmestrahlen durchschaut. Und siehe da: nach einigen Tagen gehorchten die Feuerwehrleute, tauschten Spritzen und Schl\u00e4uche gegen Hacken und H\u00e4cksler. \u00dcberall im Land rodeten sie, was nur irgendwie gr\u00fcnte und bl\u00fchte, das hie\u00df, was irgendwann welkte, verdorrte und zweifellos in brennbares Material verwandeln konnte.<\/p>\n<p>Die Feuersbrunst indes war von der heroischen Aktion nicht im mindesten beeindruckt. Sie r\u00fcckte weiter auf Rom vor, ja sie \u00fcbersprang die s\u00fcdlichen Haupt\u00adst\u00e4dte und n\u00e4herte sich unaufhaltsam den n\u00f6rdlichen L\u00e4ndern. Die vornehmen Regierungen dort erbleichten, als sie den Qualm rochen, der \u00fcber ihre Grenzen quoll. Schlagb\u00e4ume, das war ihnen klar, w\u00fcrden weder den Rauch, noch das Feuer aufhalten k\u00f6nnen. Jammerschade, da\u00df diese bew\u00e4hrte Methode der Problemeind\u00e4mmung in diesem Fall nicht wirkte. Sich einigeln oder in einen Kokon einspinnen und abwarten \u2013 zu sch\u00f6n war diese Vorstellung. Ehrlich gesagt, hatten sie auch keine bessere Idee als der kluge Hauptmann von den s\u00fcdlichen Gestaden, der bereits begonnen hatte, ihre Feuerwehren zu beraten.<\/p>\n<p>Nur einen kleinen, aber entscheidenden Unterschied gab es: Die n\u00f6rdlichen L\u00e4nder sch\u00e4tzten die Ma\u00dfnahmen der s\u00fcdlichen L\u00e4nder gewohn\u00adheitsm\u00e4\u00dfig als viel zu lasch und milde ein, geradezu schlampig, kein Wunder, da\u00df sie nichts fruchteten. Zum Gl\u00fcck gab es immer weniger Pinien je n\u00f6rdlicher man kam, dies w\u00fcrde dem Feuer ganz von alleine Einhalt gebieten, hofften die Nordmenschen insgeheim. Doch gefehlt. Die seltsame Feuersbrunst fand auch Gefallen an Kiefern, sogar an Latschenkiefern hoch in den Alpen. Da ward auch den M\u00e4chtigen im Norden klar, da\u00df sie etwas tun mu\u00dften. Das gebot die Menschenliebe, die Solidarit\u00e4t, \u00fcberhaupt die gesamte Niko\u00admachische Ethik.<\/p>\n<p>Noch wirksamer erwies sich als Leitfaden der kategorische Imperativ, das wu\u00dften die Nordmenschen sehr genau. Auf den Kant konnten sie sich verlassen, der w\u00fcrde das Feuer besiegen, bevor es die Ostsee und die Nordsee erreichte. Also befahlen sie nicht nur der Feuerwehr, sondern konsequent allen Menschen ab dem 16. Lebensjahr sich an der Ausrottung alles potentiell Brennbaren zu beteiligen. Um den Kampf gegen das Feuer in den K\u00f6pfen zu festigen, sprachen sie vom exponentiell Im\u00adflamablen, das verhindert werden m\u00fcsse. Jeder, der sich an diesem Kampf beteilige, sei ein guter und vern\u00fcnftiger, weitsichtiger und moderner Mensch. Zeitgenossen, die behaupteten, Feuer bek\u00e4mpfe man mit Wasser oder mit einer alten Pferdedecke, die man \u00fcber die Flammen werfe, um sie zu ersticken, wurden als verlorene Kinder Gottes bel\u00e4chelt. Bald w\u00fcrden sie selber in den Flammen lodern, w\u00fcrde man ihre altmodischen Ratschl\u00e4ge befolgen.<\/p>\n<p>Stattdessen investierten die Regierungen \u2013 nun vereint sowohl der n\u00f6rdlichen als auch der s\u00fcdlichen L\u00e4nder \u2013 mehrere Jahresstaatshaushalte, alle arbeitsf\u00e4higen Menschen von ihrer eigentlichen Arbeit zu entbinden und f\u00fcr die Rodung, sprich Ausrottung s\u00e4mtlichen pflanzlichen Materials einzusetzen, das keine Pinie oder Kiefer war.<\/p>\n<p>Drei Jahre sp\u00e4ter.<\/p>\n<p>Das Werk war vollendet: Ringsum stiegen noch hauchd\u00fcnne Rauchs\u00e4ulen aus den Ascheh\u00e4ufchen auf, zugegeben nur hier und da. In alle Himmelsrichtungen erstreckte sich endlich eine flammenfreie, kahle, graue Landschaft. Am Horizont jedoch ragten noch ein paar alte knorrige Pinien und Kiefern mit ihren wunderbaren dunkelgr\u00fcnen dicken Nadeln empor \u2013 welch ein erhebender, minimalistischer Anblick. Kein K\u00fcnstler h\u00e4tte der Welt ein sch\u00f6neres Bild schenken k\u00f6nnen. Der kluge Hauptmann von der K\u00fcste wurde zum Ehrenhauptmann ernannt und erhielt einen Thron \u2013 nat\u00fcrlich gezimmert aus gerettetem Pinienholz.<\/p>\n<p>Das Gl\u00fcck, ihr k\u00f6nnt es euch denken, w\u00e4hrte nicht lang. Kaum hatte der Feuerwehrhauptmann befriedigt auf dem Thron Platz genommen, hoben von allen Seiten St\u00fcrme an. Der Wind fegte in bisher unbekannter Geschwindigkeit \u00fcber die leer\u00adger\u00e4umte Erdkugel und knickte die letzten verbliebenen, ehrlich gesagt, schon etwas alters\u00adschwachen Pinien wie Streichh\u00f6lzer um. Die Menschen begannen sich, um die Asche zu streiten und zu schlagen, die der Wind aufwirbelte. Denn sie hatten nicht einmal mehr Felle, um sich zu kleiden. Die Asche aber, gab ihnen f\u00fcr einen kurzen Moment noch einmal W\u00e4rme, bevor sie endg\u00fcltig erkaltete.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In den s\u00fcdlichen L\u00e4ndern war eine seltsame Feuersbrunst ausgebrochen: Sie befiel nur die Pinien. Die Zypressen lie\u00df sie stehen. Auch die F\u00f6hren und Tannen, von Birken und Eschen ganz zu schweigen. Vor allem, nein, nahezu ausschlie\u00dflich fra\u00df das Feuer die wunderbar knorrigen, alten Pienen\u00adb\u00e4ume, die im Wind, der vom Mittelmeer heraufwehte, behaglich knurrten. 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