{"id":12628,"date":"2020-04-18T14:11:17","date_gmt":"2020-04-18T13:11:17","guid":{"rendered":"https:\/\/inskriptionen.de\/?p=12628"},"modified":"2022-01-29T10:04:29","modified_gmt":"2022-01-29T09:04:29","slug":"parabeln-zur-pandemie-6-kleiner-engpass","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/inskriptionen.de\/?p=12628","title":{"rendered":"Kleiner Engpa\u00df"},"content":{"rendered":"<p>Fern in Ostasien brach einst eine rheumatische Krankheit aus, die dazu f\u00fchrte, da\u00df die Arbeiter ihre Ellbogen nicht mehr bewegen konnten. Auf den Flie\u00dfb\u00e4ndern rauschten die Produkte unbearbeitet hinweg und fielen am Ende auf wilde Haufen. Niemand war in der Lage, sich darum zu k\u00fcmmern. Die Gelenkschmerzen waren einfach zu gro\u00df. Die Arbeiter standen wie erstarrt an ihren Pl\u00e4tzen und verzogen die Gesichter. Die Bilder gingen um die Welt, ihr erinnert euch&#8230; Zum Gl\u00fcck war die rheumatische Ellbogenerkrankung keine Pandemie \u2013 sie blieb auf das ferne Ostasien beschr\u00e4nkt, auch wenn sie dort das ganze Land l\u00e4hmte. Die Arbeiter zogen es vor, sich in die Parks zu begeben und mit Qigong, Kongfu und Taiji die Gelenke allm\u00e4hlich wieder zu lockern. Davon sahen wir keine Bilder&#8230; Hierzulande waren alle heilfroh, da\u00df das Ellbogen-Rheuma nicht \u00fcber die L\u00e4ndergrenzen hinwegschwappte, hatten wir doch noch genug mit den Folgen der letzten Pandemie zu tun, die Schwellungen und Blasen im Gesicht hervorgerufen hatte und dank der gesichtsbedeckenden Heilpflaster nun wirksam \u201eeinged\u00e4mmt\u201c war, wie es hie\u00df. Wir schnappten uns also unsere Pflaster und wollten uns gerade ins Auto schwingen, um ins nahe gelegene Umland in den Jahresurlaub aufzubrechen \u2013 da bekamen wir es doch mit den Folgen des Ellbogen-Rheumas zu tun: der Stillstand der fern\u00f6stlichen Flie\u00dfb\u00e4nder unterbrach die \u201eLieferketten\u201c. Was ist denn das? Haben sie etwas mit Radfahren zu tun? Na, nicht ganz: Es kam kein Nachschub mehr und es fehlte pl\u00f6tzlich an allem. An den Anblick halbleerer Regale hatten wir uns l\u00e4ngst gew\u00f6hnt und waren im Grunde nicht sehr \u00fcberrascht. Der Engpa\u00df betraf nun die Gurte, ja richtig, die Anschnallgurte in den Autos konnten nicht mehr eingebaut, repariert und ausgewechselt werden. \u00dcber die Fernsehbildschirme flackerten am folgenden Tag die finster dreinblickenden Gesichter der Minister, aufgelockert nur von einer l\u00e4chelnden Ministerin f\u00fcr Gesundheit, die mit ihrem tieflila Kleid f\u00fcr einen dezenten Farbakzent zwischen den schwarzen Zwei\u00adreihern sorgte. Das Wort f\u00fchrte der Verkehrsminister, dessen buschige Augenbrauen dunkel \u00fcber die Stirn stachelten: \u201eAnschnallgurte im Auto\u201c, sprach er langsam, um seinen Worten Gewicht zu verleihen, \u201eAnschnallgurte dienen im Auto der Sicherheit. Daher hei\u00dfen sie in der Fachsprache auch Sicherheitsgurte. Die Regierung wird alles Erdenkliche tun, um den Mangel an Sicherheitsgurten so schnell wie m\u00f6glich zu beheben.\u201c Damit endete seine Rede, und er blickte sich fragend in der Ministerrunde um. Bevor die Schweigepause unertr\u00e4glich wurde, meldete sich der Innenminister zu Wort. Sein schlohweises Haar zeugte von Weisheit, was hatte er in seinem langen Berufspolitikerleben nicht alles schon beobachten m\u00fcssen. Ein Engpa\u00df bei der Lieferung von Sicherheitsgurten war aber noch nie passiert. Schnell ergriff er das Wort: \u201eLiebe B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger, zu Ihrer Sicherheit wird heute im Innenministerium das Sicherheitskabinett tagen. Wir werden Beschl\u00fcsse fassen, die zu Ihrer Sicherheit bei fehlendem Sicherheitsgurt beitragen werden.\u201c Nun wurde es schwarz auf den Fernsehbildschirmen, der Ton aber war weiterhin zu h\u00f6ren. Es erklang der Trauermarsch von Chopin, ihr erinnert euch, diese sch\u00f6ne Melodie, zu Stalins Beerdigung wurde sie zum letzten Mal im Rundfunk ausgestrahlt. Endlich durften wir sie wieder h\u00f6ren. Zur Einstimmung auf die Millionen Verkehrstoten, die ohne Sicherheitsgurt mit Sicherheit einem qualvollen Ende auf der Autobahn oder in einer viel zu schmalen Landstra\u00dfenkurve entgegen sahen. Wir konnten uns die k\u00fcnftigen Bilder des drohenden Leids bereits vorstellen: zwischen die splitternde Frontscheibe und dem geborstenem Lenkrad eingeklemmte K\u00f6pfe mit halb ge\u00f6ffneten r\u00f6chelnden M\u00fcndern. Nat\u00fcrlich flo\u00df Blut \u00fcber all diese Szenen, kein Ketchup odr Theaterblut, sondern echtes wohlgemerkt. Die Titelseiten der Zeitungen w\u00fcrden voll davon sein. Eine schreckliche Perspektive. Unbedingt mu\u00dfte verhindert werden, da\u00df es soweit kam. Am folgenden Tag, kurz nachdem sich das Sicherheitskabinett zusammen gefunden hatte, trat der Innenminister wieder vor die Kamera. Diesmal war er allein und trug einen tiefblauen Anzug, der seinem schlohweisen Haar noch mehr einen Hauch von Weisheit verlieh, w\u00e4hrend das Anzugblau kosmisch in h\u00f6here Sph\u00e4ren zu strahlen schien. Seine Beliebtheitswerte in der Bev\u00f6lkerung wuchsen bei diesem Anblick sprunghaft. Ach, k\u00f6nnte die Wahl nicht rasch auf heute vorgezogen werden, dachte der Innenminister im Stillen. In die Kamera aber sprach er: \u201eLiebe B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger, wir haben sehr gr\u00fcndlich und alle Seiten bedenkend und abw\u00e4gend im Kabinett beraten und beschlossen, den Autoverkehr in unserem Land solange zu untersagen, bis wieder Sicherheitsgurte geliefert oder hierzulande hergestellt werden k\u00f6nnen. Sicherlich liegt auch Ihnen allen die Sicherheit eines jeden Autofahrers am Herzen, ob er nun noch \u00fcber einen alten Sicherheitsgurt in seinem Fahrzeug verf\u00fcgt oder ohne Gurt fahren m\u00fc\u00dfte. Wir zeigen uns solidarisch! Wir geh\u00f6ren zusammen! Daher ist es nur billig und recht, wenn auch die Autofahrer, die noch einen Gurt haben f\u00fcr die Dauer des Engpasses auf das Autofahren verzichten. Nur so kann die Sicherheit aller gew\u00e4hrleistet werden. Sicherlich k\u00f6nnen Sie diese Sicherheitsma\u00dfnahme verstehen. Um Sie in Ihrer Einsicht in die Notwendigkeit zu unterst\u00fctzen, hat mein Ministerium mit sofortiger G\u00fcltigkeit eine Rechtsverf\u00fcgung erlassen. Da die Abgeordneten aufgrund dieser Verf\u00fcgung nicht mehr ins Parlament fahren konnten, haben sie freiwillig auf ihr Stimmrecht verzichtet und stimmen f\u00fcr die Dauer des Engpasses bereits vorsorglich allen Entscheidungen der Regierung zu. Die Verf\u00fcgung lautet: \u201aAb dem heutigen Tage und auf unbestimmte Dauer ist das F\u00fchren eines Automobils untersagt. Ausnahmen k\u00f6nnen beim \u00f6rtlichen T\u00dcV beantragt werden.\u2019 Ich w\u00fcnsche Ihnen allen eine sichere Zeit, bleiben Sie gut zu Fu\u00df!\u201c Mit diesen Worten verabschiedete sich der Innenminister, setzte sich ein gr\u00fcnes Filzh\u00fctchen mit Feder auf das schlohweise Haupt und warf sich eine ebenso fichtennadelgr\u00fcnde Joppe mit Hornkn\u00f6pfen \u00fcber die Schultern. Er schickte sich &#8211; ein Vorbild wollte er dem Volke sein &#8211; zu einer Wanderung an. In seinem Alter! Da schwenkte die Kamera weg. Wieder h\u00f6rten wir Chopin, diesmal sahen wir sogar das Orchester spielen.<\/p>\n<p>Da sa\u00dfen wir nun mit unseren gepackten Koffern vorm Auto, wollten eigentlich raus in die Heide vor der Stadt, der Jahresurlaub lockte. Jetzt war uns das Autofahren verboten worden. Betr\u00fcbt blickten wir uns an und verfolgten, was um uns herum geschah: Wie von Zauberhand gestoppt, blieben die eben noch rollenden Fahrzeuge stehen, wo sie gerade waren. Die Insassen stiegen aus und wie von Zauberhand ausgestattet, trugen sie alle einen knorrigen Wanderstab in der Hand. Filzh\u00fcte mit Federn und Joppen mit Hornkn\u00f6pfen waren wieder in Mode gekommen. Alt und jung, alles schleppte sich, lief und schlurfte auf den autoleeren Stra\u00dfen hinaus aus der Stadt. Offenbar hatten alle den gleichen Gedanken: \u201aJahresurlaub! Raus in die Heide!\u2019 Wir waren nicht allein. Der Innenminister behielt recht: Alle zeigten sich solidarisch. Die Sch\u00fcler, die einst an freitags die Schule geschw\u00e4nzt und&nbsp; gegen die Luftverschmutzung demonstriert Schule hatten \u2013 habt ihr das etwa schon vergessen, manche von ihnen bekamen Disziplinarstrafen und Verweise wegen des Fernbleibens von der Schule, manche Eltern mu\u00dften wegen ihrer umweltbewu\u00dften Z\u00f6glinge mit Ordnungsgeld b\u00fc\u00dfen, bevor der Staat dankenswerterweise f\u00fcr alle die Schulpflicht aufhob, aber das ist eine alte, lange zur\u00fcckliegende Geschichte, ich habe sie, glaube ich, von meiner Oma geh\u00f6rt&#8230; \u2013 die freitags einst schw\u00e4nzenden Sch\u00fcler jubelten. Sie klatschten Beifall und trugen den Innenministern \u00fcber ihren K\u00f6pfen auf H\u00e4nden in den Wald. Auch die Gewerbetreibenden und Einzelh\u00e4ndler waren begeistert: Soviel Laufpublikum hatten sie seit Jahrzehnen nicht mehr gesehen. Die Zulieferer in den \u201eLieferketten\u201c hatten f\u00fcr ihrer LKW-Fahrer schnell Ausnahmegenehmigungen beim T\u00dcV besorgt. Damit dem Volk nicht auffiel, da\u00df der Lastwagenverkehr ungehindert weiter rollte, wurde er in die U-Bahn-Tunnel verlegt. Alle erfreuten sich an den freien Tagen bei sauberer Luft in der nahen Umgebung, unserer sch\u00f6nen, bl\u00fchenden Heide. Nur die alleinerziehenden M\u00fctter, diese undankbaren, egoistischen Elemente, die es gewohnt waren, ihre hei\u00dfgeliebten Spr\u00f6\u00dflinge im Van zum Klavierunterricht, Tennis oder Freibad zu chauffieren, st\u00f6hnten laut auf. &#8222;Was sollen wir tun?&#8220;, riefen sie, und formierten sich in ihren gepanzerten Limousinen zu einem Autokorso, der laut hupend vor dem Innenministerium demonstrierte. Doch der Minister lag l\u00e4ngst auf einer Lichtung im Wald zwischen Blaubeerstr\u00e4uchern, die auf seinem tiefdunklen Anzug, den er unter der Filzjoppe trug, nicht einmal Flecken hinterlie\u00df. Ach, tr\u00e4umte er, h\u00e4tte nicht heute schon Neuwahl sein k\u00f6nnen?, dachte er tr\u00e4umend, w\u00e4hrend sein Blick sich in persilwei\u00dfen Sch\u00e4fchenwolken verlor. Da wurde er von einer Fahrradklingel auf seiner Waldlichtung aufgeschreckt. Eine der egoistischen, nur auf den eigenen Nachwuchs bedachten, alleinerziehenden M\u00fctter war vom Auto aufs Rad umgestiegen und dem Innenminister tief in den Wald gefolgt. &#8222;H\u00e4tte, h\u00e4tte Fahrradkette&#8220;, kr\u00e4hte ein Dreij\u00e4hriger von seinem Kindersitz in die Ohren des Ministers. Dann f\u00fcgte der Dreij\u00e4hrige haspelnd hinzu: &#8222;H\u00e4tte es nicht gen\u00fcgt, da\u00df alle langsam fahren?&#8220; Der Minister blickte sich um, wer ihm diese bahnbrechende Idee eingefl\u00fcstert hatte. Oder tr\u00e4umte er noch immer? Egal, morgen w\u00fcrde er wieder vor die Kamera treten und sie dem Volk verk\u00fcnden. Von der Mutter mit ihrem dreij\u00e4hrigen Kind war nichts mehr zu sehen. L\u00e4ngst waren sie an der Lichtung vorbei durch den Wald hindurch geradelt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Fern in Ostasien brach einst eine rheumatische Krankheit aus, die dazu f\u00fchrte, da\u00df die Arbeiter ihre Ellbogen nicht mehr bewegen konnten. Auf den Flie\u00dfb\u00e4ndern rauschten die Produkte unbearbeitet hinweg und fielen am Ende auf wilde Haufen. Niemand war in der Lage, sich darum zu k\u00fcmmern. Die Gelenkschmerzen waren einfach zu gro\u00df. 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