Gefahr im Verzug

Hallo, mein Name ist Walter Thümler. Ich bin Schriftsteller.

Ein Schriftsteller meldet sich normalhin durch das Buch zu Wort. Wenn ich heute diesen direkten Weg wähle, dann, weil Gefahr im Verzug ist.

Ich habe Angst, dass mein Land zum dritten Mal in nicht einmal hundert Jahren in das faschistische Wir zurückfällt, und das wieder im Gestus der Gutmeinigkeit, im gemutmaßten Wissen um das Heilkonzept. Und wieder scheint es eine Koproduktion mit Österreich zu werden.

Zu Beginn der Corona-Krise im Frühjahr 2020 ist Deutschland falsch abgebogen. Statt die vulnerablen Gruppen wirksam gegen Covid 19 zu schützen, hat man den riesigen Rest der Bevölkerung im Lockdown eingesperrt. Unserem natürlichen Immunsystem erschlafften die Muskeln. Massenimpfungen taten ein Übriges. Hätten wir die Risikogruppen wirkungsvoll geschützt und die Intensivbetten aufgestockt statt sie abzubauen, und hätten wir zum ersten Mal die Pflegekräfte gerecht entlohnt, statt sie zur Impfung zu zwingen, dann wären wir Übrigen vielleicht an Covid erkrankt, zumeist jedoch ohne davon etwas zu merken. Dann hätten wir heute eine kollektive Immunisierung, wie die meisten Länder ohne Lockdown und mit geringer Impfquote sie haben. Für niemanden ist es noch ein Geheimnis, dass hohe Impfquoten fast überall große Infektionszahlen im Gefolge haben wie Israel, Gibraltar, Seychellen oder Singapur es überdeutlich zeigen.

Wir haben im Frühjahr 2020 aus einer Mücke einen Elefanten gemacht. Und seither haben wir mit diesem Elefanten zu tun, solange zu tun, bis wir den Mut finden, wie­der die Mücke zu sehen. Und das hieße, sofort mit den Massenimpfungen aufzuhö­ren, wenn möglich an Covid 19 zu erkranken und eine natürliche Immunisierung zu gewinnen. Für jeden, der das nicht will, der schütze sich durch selbstauferlegtes Mas­kentragen, Abstandhalten, der meide Kontakte zu symptomatischen Personen oder lasse sich freiwillig impfen, wenn er das Risiko denn eingehen will. Das wären von der Vernunft gebotene Maßnahmen. Aber gerade diese Vernunft hat uns einmal mehr verlassen. Wir wollen jetzt auf wahnbestimmte, hysterische Weise ein Virus gefan­gensetzen, dessen größte Freude es ist, Hase und Jäger zu spielen. Dafür müssen wir jetzt alle sechs Monate die gesamte Weltbevölkerung impfen mit einem Impfstoff, der eine Gentherapie ist und sich erst in der klinischen Testphase befindet. Das heißt, wir sind alle Probanden. Welche gesundheitlichen Folgen das haben wird, ist vollends un­bekannt.

Wollen wir alle Menschen mit unserem Zeichen kennzeichnen und können wir es nicht ertragen, jemanden außerhalb dieser Kennzeichnung zu sehen? Eine Zwangs­impfung ist etwas anderes als eine Zwangstaufe. Eine Impfung berührt das Eigentum eines jeden Menschen: die körperliche Unversehrtheit und damit seine Würde. Und das ist nicht etwas, das uns vom Staat gegeben wird (auch nicht vom Grundgesetz), sondern diese gehört uns per Naturgesetz. Hier ist das Ende aller staatlichen Gewalt. „Aber“, sagt ihr, „eine Impfung ist ein Opfer für die Volksgesundheit, ein solidari­scher Akt“. Das hatten wir schon mal vor ca. achtzig Jahren oder? Die negativen Fol­gen der aktuellen Gentherapie sind zahlreich. Auch der Tod gehört dazu. Die positi­ven Folgen muss man indes suchen. Impfdurchbrüche ohne Ende, weiterhin schwere Verläufe. Der Geimpfte kann sich anstecken und ist ansteckend. Also, wofür dieses Experiment? Wie jede wahnbestimmte Politik will auch diese mit dem Kopf durch die Wand, kann keine Fehler zugeben, sondern befindet sich auf der Flucht nach vorn, obwohl sie in einer Sackgasse steckt. Das macht panisch, ungeduldig, ruft nach Gewalt und nach einem Sündenbock.

Faschistoides Denken und Verhalten ist stets ein Spalter. Es lebt von der Abstoßung. Wie konnte es passieren? Wo war die Vernunft, als Frauen als Hexen verbrannt, als Juden in Gaskammern geschickt wurden, nachdem man sie mit salamitaktischer Bür­gerrechtsentziehung nach und nach erniedrigt hat? Faschistoides Denken und Verhal­ten führt einen feigen Krieg gegen Minderheiten. Wie konnte es passieren, das Schlimme? Wir merken gar nicht, dass wir schon wieder Adjutanten dieses Schlim­men geworden sind. Angst und Panik verdecken uns das. Die Politiker hören nicht mehr, was sie sagen, sondern befinden sich in einer paranoiden Hörigkeit. Es ist ein Sog in die Gewalt. Darum gesellt sich das Militär jetzt auch dazu.

Wenn ich heute zur vorgerückten Stunde der bösen Verzauberung hier spreche, dann um allen Verantwortlichen zuzurufen: Lasst die Menschen friedvoll ihren Weg mit­einander finden. Sie sind schon erwachsen. Und stellt euch endlich schützend vor die Menschen, die euren Schutz brauchen. Aber nicht wieder diese Art von Schutz: Die Alten, damit sie sich nicht anstecken, einsam in den Heimen verenden lassen. Und lasst die Ungeimpften in Ruhe. Das sind Millionen Menschen aller Bevölkerungs- und Bildungsschichten. Ihr aber stellt sie unter Generalverdacht und überzieht sie mit Kollektivstrafen, ganz im Stil der Tyrannis. Der Verdacht genügt euch, um Millionen Bürger in Isolationshaft zu sperren. Statt dass ihr auf Deeskalation hinwirkt, betreibt ihr Eskalation. Euer Impfstoff ist gefährlich. Er hat nur eine bedingte Zulassung. Er ist erwiesenermaßen eine Farce, nein schlimmer noch, ein Pandemie-Beschleuniger. Denn keiner weiß, wann seine künstliche Immunisierung endet. Wäre der Impfstoff das, was ihr versprecht, gäb es kein Covid mehr, wäre längst Normalität eingekehrt. Stattdessen ist es schlimmer als je. Nebenbei bemerkt: Die Omikron-Variante wurde von doppelt Geimpften aus Süd-Afrika eingeschleppt.

Macht den Elefanten wieder zur Mücke. Helft uns, unsere Immunität zu stärken durch gute Ernährung, Kontakte, Sport, viel frische Luft anstelle von Quirlmief aus Klimaanlagen. Macht endlich ein Ende mit unterbezahlten Pflegekräften und Kran­kenschwestern, mit Notbesetzungen in Pflegeheimen und Hospitälern. Das wäre eure erste und wichtigste Aufgabe als die von uns Beauftragten. Beendet eure Flucht nach vorn und nehmt eine nicht-spalterische Vernunft an, die alle mit einbezieht. Wir ha­ben euch die Aufgabe anvertraut, das Boot mit allen Menschen an Bord zu steuern und nicht, damit ihr ein Drittel davon ins Meer werft. Euer Weltgenesungsmodell: Die gesamte Weltbevölkerung zu impfen, ist ein zerstörerisches und gewalttätiges Unternehmen. Es ist der traurige Beleg eines unsäglichen Hochmuts. Die Impfung muss alle sechs Monate wiederholt werden. Und vielleicht noch öfter. Willkommen in der Endlosschleife.

Tretet einen Schritt zur Seite. Vergesst die Panik, die ihr angesichts einer für die meisten harmlosen Erkältungskrankheit geschürt habt. Gebt euch selbst das Wort zu­rück.

Walter Thümler, Dezember 2021

Diesen Beitrag als Video sehen.

Walter Thümler
schreibt Poesie, Philosophie, Erzählprosa

2 Kommentare

  1. Heute las ich in der „Thüringischen Landeszeitung“ einen Bericht, dass zu viele Menschen in Jena „Quatsch glauben“ würden. Tatsächlich war und ist Jena, regiert von einem FDP-Oberbürgermeister, die thüringische Hochburg der Corona-Gläubigen, nicht selten Vorreiter in Sachen repressiver Maßnahmen zum „Gesundheitsschutz“. So galt im Jenaer ÖPNV bereits ab April 2020 eine Maskenpflicht, als diese Bekleidungsstücke – die in den Jahren davor als Gesichtsverhüllung geächtet wurden – noch selbst genäht werden mussten und die WHO keinerlei Nutzen im Mundschutztragen erkennen konnte (https://www.zdf.de/nachrichten/panorama/coronavirus-schutzmasken-jena-100.html). Dabei dürfte jedem Physiker und Chemiker klar sein, dass wir es bei Viren mit einem Phänomen im Nanometerbereich zu tun haben, gegen die weder selbstgestrickte Mund-Nasen-Bedeckungen noch OP- oder FFP2-Masken etwas auszurichten vermögen. Filter im Nanometerbereich sind technisch möglich, nur dürfte es für Menschen oder Säugetiere unmöglich sein, durch sie zu atmen. Gerhard Paulus, Professor für nichtlineare Optik in Jena, behauptete nun zu wissen, wie Viren funktionieren und dass die Maßnahmen-Kritiker, die sich an den nunmehr offenkundigen gesellschaftlichen Verwerfungen stoßen, nichts anderes seien als „Hanswurste“, ja „Tausende Hanswurste“, „ein paar Verrückte“. Natürlich kann der Herr Professor, der von Pleiten, Schließungen und Kurzarbeit in keiner Weise in seinem hohen Turm – gemeint ist die „Keksrolle“ – betroffen ist, alle, die sich seiner Logik nicht unterwerfen, als „irre“ verunglimpfen. Aber kann ein Agitator, der sein Publikum beschimpft, von eben diesem noch erwarten, dass es ihm folgt? Kann jemand „Solidarität“ einfordern, indem er ausgrenzt? Soviel Einsicht für logische Selbstwidersprüchlichkeit ist von einem Physiker doch zu erwarten, dass er erkennt, wie wenig Techniken der Diskriminierung zur Integration taugen. Nun mag sich Gerhard Paulus als Freizeit-Posaunist, der den Stolpersteinen Klang verleiht, a priori auf der besseren Seite wähnen. Doch er verkennt, dass Holocaust, Genozid und Faschismus mit der Marginalisierung und Verunglimpfung von Bevölkerungsgruppen beginnen (vgl. Harald Welzer, Täter. Wie aus ganz normalen Menschen Massenmörder werden, S. Fischer 2005) und dass wir in Deutschland seit November 2021 mit 2G in diesen latent-anomischen Zustand eingetreten sind. Die Verfassung schützt Minderheiten vor dem dem Diktat der Mehrheit – doch dieser Grundsatz wird von der Diskussion um die Impfpflicht bedroht. Statt Maßnahmen-Kritiker als „Querdenker“ – noch für Kurt Biedenkopf, den Philosophen Peter Sloterdijk und Logiker wie Matthias Varga von Kibed ein positiv besetzter Begriff – zu diskreditieren, würde es den Dialog öffnen, wenn die Maßnahmen-Befürworter ankennen, dass es gute Gründe für Kritik gibt und die Kritiker sich durch Sensibilität für Anfänge faschistoider Tendenzen auszeichnen. „Der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem das kroch.“ ?Bertolt Brecht

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.