migration

im gerodeten auge speicheln die töne
(zerfurcht) wie gras
sage ich: lied singe dich selbst da mir die worte entblutet
entkernt entblättert die früchte vom lippenrand
tödlich dies murmeln (zusammen-
gerottet):

iss von den klängen!
im schweigen verborgen (so sprachst du)
ein taumeln schlingernd zurück
zum urgrund sprache mit flammen-
schwertern vorm tor

(überm feuer) zischen die jahre
tage stunden wie einst dieser biss in verbotene äpfel

riss ich die kette von unsren lippen
küsste den stein vom ufergeröll –
vom kerzenrand schlänge mir einer den (flackernden) docht
um den fliehenden hals … diese trunkenen augen
(von alters her)

sie mit glühendem eisen (auf ewig) zu blenden
entfernteste worte (unausgesprochen) begegneten sich
in rasendem lauf

ein stummer gesang

Dieser Beitrag wurde von Habakuk am 23. August 2020 um 11:59 Uhr geschrieben.

Genre: Realitätsschatten

Keine Kommentare »

Noch keine Kommentare

RSS-Feed für Kommentare zu diesem Beitrag.

Hinterlasse einen Kommentar