spurend

nachts offenen auges
hinterm fenster des kalten traums
die luft voller salz und moll

ins augenweiß
gestürzte stunden
kein kerzenlicht
überm scheitelsims

verschüttet die frühen tage
über allem ein welkes braun das zittert
sich warm

fremd im wind
der gegerbte leib
schwer vor angst
die stimme

gebrochen gesänge übereinander
gestapelt aus gelbem gestein enthauptet
der finger

zeigt auf den mond

Dieser Beitrag wurde von Habakuk am 27. April 2020 um 08:04 Uhr geschrieben.

Genre: Realitätsschatten

Keine Kommentare »

Noch keine Kommentare

RSS-Feed für Kommentare zu diesem Beitrag.

Hinterlasse einen Kommentar