Monatliche Archive: Oktober 2020

Eine Stunde

Von | 30. Oktober 2020

Wurde uns geschenkt : damit wir Durchs Laub gleiten : beinahe geräuschlos Fällt es herab : die Äpfel schwimmen Im Fließ : wir stechen das Ruder Ins Flache und stoßen uns ab Die Abstoßungskräfte : sie wachsen Den Worten wohnt Unerbittlichkeit Inne : jeder ist nur auf sich selbst Bedacht : saure Gurken In Dillsoße… Weiterlesen »

Featuring : Aleksandr Blok : Juli 1902

Von | 28. Oktober 2020

Denn grausam knackt der Abendfrost, Kommt Wind auf, der an Mauern schlägt… Mit leisen Schritten tappt ein Kind Kaum hörbar murmelnd auf dem Weg. Gesichtslos kaltes Sich-Erinnern – Wie Pixel körnig-grünen Eises Bleibt unser Schauen stets im Innern Des unauflöslich runden Kreises.

Pandemische Paradoxien 2 (Update): Wie geht es den Falsch-Positiven?

Von | 23. Oktober 2020

Die Prävalenz-Falle Insgesamt wirft diese Befundlage zur Fehlerhaftigkeit des RT-PCR-Tests mehr Fragen auf, als sie be­antwortet. Eine indische Forscher­gruppe wertete im April 2020 die Corona-Zahlen aus 210 Ländern aus und korrelierte sie mit demographischen, soziologischen sowie gesundheitspolitischen Daten, auf die ich inhaltlich im Abschnitt „Kontexte“ zurückkomme. Dabei stellten die Forscher ver­schiedene Un­gereimtheiten fest, die auf… Weiterlesen »

Ein Diléttant

Von | 18. Oktober 2020

Das Metall, kälter als Luft. Der Himmel grau, noch weiß fast fahren Baugerüste in ihn hinein, die Kirche schießt dünnste Türme nach oben, ihn zu berühren. Sie schafft nicht, die tief- fliegende Wolke zu stechen. Der Himmel bedeckt, was darunter hängt, da reißt er  auf und stellt sich bloß. _ Länger als eine Stunde wird… Weiterlesen »

Ebene sieben

Von | 17. Oktober 2020

Sangesi spricht. Sie sagen, gestorben seien die Rjurik und Romanow, Gefallen die Kalédin, Krymów, Kornílow und Koltschak… Nein! Mit den Sklaven (kämpfte/ die polnische Garde) trieb es Pan, der Durchtriebene [waren da Kastraten & Jungpioniere, barocke Avantgarde] – War Kiew schon zig.mal erobert, verbrannt. Asche, Feuer aus Eis… Der Reiche weinte: da lachte, wer arm… Weiterlesen »

gesänge aus den unterwelten

Von | 15. Oktober 2020

wohin ziehen die dichterinnen wenn der wald verschwindet wohin die dichter ohne die gebirge sie müssen maulwürfe werden und sich eingraben im dunklen den schritten lauschen die über sie hinweggehen die erde durchpflügen auf der suche nach würmern da singen die maulwürfe wird man ihnen nachrufen sie werden es nicht mehr hören in ihrem reich… Weiterlesen »

marmara

Von | 15. Oktober 2020

1 der abend hat die straßen weggespült die stadt ist nur noch ein meer aus lichtern stimmen auch deines ist unter ihnen deine du bist auf dem weg in die nacht die stille menschen autos aus einem schacht der luftzug einer u-bahn am morgen tummeln sich überall fische delphine 2 gestern erwachte ich auf der… Weiterlesen »

Poesie und Prosa

Von | 14. Oktober 2020

Auch er, der Dichter mit dem kindlichen Herzen: nicht frei von Moralinstaub zwischen den Gedanken … und es reizt die übersensible Nase zum Niesen just in dem Moment (b e i m L e s e n) da die dem Leiden entsprungene Verachtung gut und gern auch dich treffen könnte – << Oh Hassesblick der… Weiterlesen »

Bolero von Ravel

Von | 9. Oktober 2020

Steine springen über das Wasser Kind sein sinken ins Erinnern im lang anhaltenden Crescendo in Erwartung drängen Kreise ins Weite wiedererkennen erhebt sich ein Sturm Spannung bebend das Wasser Angst sein Sog Zwang nach innen wohin? ein Akt was? das Neue oh! Stille Zeit

Die ausgewilderten Worte

Von | 3. Oktober 2020

Den Dingen gleich betreiben sie ihr Spiel mit der Gleichheit, die ausgewilderten Worte Den Dingen gleich ernähren sie in der Seele die Illusion und leben gut davon, die den Dingen durch Ähnlichkeit verwandten Worte, die sich fein säuberlich getrennt immer in einem wortreichen Sicherheits- abstand zu ja und nein erhalten (diesen Wächtern unser aller Kindheit,… Weiterlesen »

wörter

Von | 2. Oktober 2020

zu risiken und nebenwirkungen fragen sie ihren schriftsteller oder dichter das flimmern der wörter beim durchspießen der ausgelegten netzhäute ihr ton wenn sie gegen die aufgespannten trommelfelle knallen ihre formen und umrisse in den ascherückständen der bücherverbrennungen wörter diese gefährlichen herz und hirnschmeichler ihr druck von hinten auf dein sternum wir nahmen sie auf als… Weiterlesen »