Monatliche Archive: April 2020

spurend

Von | 27. April 2020

nachts offenen auges hinterm fenster des kalten traums die luft voller salz und moll ins augenweiß gestürzte stunden kein kerzenlicht überm scheitelsims verschüttet die frühen tage über allem ein welkes braun das zittert sich warm fremd im wind der gegerbte leib schwer vor angst die stimme gebrochen gesänge übereinander gestapelt aus gelbem gestein enthauptet der… Weiterlesen »

I l o I l o I l o

Von | 23. April 2020

Mein Geistes Tropfen (bist du) Ewige Zuversicht strahlt (dein Lachen) Deine Aura wärmt (den Raum goldgelb) Lebendigkeit sprudelt (Bahnen) meinen unauslöschlich (ruhelos rasend) en Will en Das reinste Edelauge (im widerwilligsten Glauben) Falke, der Turm (ist ungebrochen) Uns (er) ist die Wiederkehr

Parabeln auf die Pandemie 6: Kleiner Engpaß

Von | 18. April 2020

Fern in Ostasien brach einst eine rheumatische Krankheit aus, die dazu führte, daß die Arbeiter ihre Ellbogen nicht mehr bewegen konnten. Auf den Fließbändern rauschten die Produkte unbearbeitet hinweg und fielen am Ende auf wilde Haufen. Niemand war in der Lage, sich darum zu kümmern. Die Gelenkschmerzen waren einfach zu groß. Die Arbeiter standen wie… Weiterlesen »

landschaftsaufnahmen kommen in mode

Von | 17. April 2020

13. april ostermontag wir zählen die zeit anders nach der auferstehung in infizierten toten geheilten es bleibt immer eine dunkelziffer beim sterben wir sollten die zeit wieder in gebrochenen lieben zählen autounfällen oder geschafften abschlussprüfungen von bäckerlehrlingen einen impfstoff gegen kriege hat noch keiner erfunden nicht einmal die vereinten nationen bald wird der letzte sommervollmond… Weiterlesen »

Ein etwas

Von | 13. April 2020

…. das Fliegen, und Schwingen im Wind – wiegen, das eigenständige Purzelbaumschlagen, das wortbeständige Wolkenflügellächeln, das nüstern – erbetete Höhengleichnis, der Sprung der Zeit in einem Zellentraum, der raumsprengende Innen – Baum. Meine Flügel geben nach, ich falle tief. In die Erden deiner Haut. Deine Worte durchfüllen meine Wellen mit berauschender Leichtigkeit. Deine Ebene schwingt.… Weiterlesen »

Laut gesagt

Von | 13. April 2020

Eine Kritik an Thomas Mann, die sie kürzlich gehört, die sie ihren Studenten vorgestellt hatte, eine Kritik, die wie üblich als eine ihrer eigenen Aussagen zitiert wurde, ging ihr nicht aus dem Sinn. Die Kritik, die Jemand zu Thomas Mann geäußert hatte, der den beiden Männern, Eduard und Vyvyan, in einer gewissen Weise ähnlich war,… Weiterlesen »

Parabeln auf die Pandemie 5: Die Blaupause – Finale

Von | 10. April 2020

Ein Wunder war geschehen: So plötzlich, wie die hochgefährlichen Mehlwürmer in den ukrischen Salamibroten aufgetaucht waren, so rasch verschwanden sie wieder, genauer gesagt, so schnell verwandelten sie sich in normale, ekelerregende Mehl­wür­mer, wie wir sie schon immer kannten. In dem Ameisenbau, den sich die Königin nach der Flucht ihres Volkes gesucht hatte, kannte man die… Weiterlesen »

offenbar

Von | 9. April 2020

schweigend über die dinge hinaus jenseits von wörtlichkeiten irgendwo hinter bilderrätseln grünen die leeren tage ins volle licht – einer der winkt den sekunden nach wo niemand mehr lebt senkt blauer tau sich hinter der stille aufs abendbrevier in wildem ritt übers stirngeläuf wolkenstürmend ins weltvergessen wir wollen nicht hadern mit dieser stunde fallen die… Weiterlesen »

Sie können das, ohne zu verzweifeln

Von | 8. April 2020

Vyvyan stellte den Gartenstuhl, vom Nachbarn bei Nacht schnell entwendet und am nächsten Morgen grün lackiert, auf den Balkon. „Ich glaube, Tante Viola hat eine Seite an sich, das schiefe Stück einer Torte, an einer ihrer Flanken, aus ihrem Kleid entlang herausgeschnitten, eine Seite, die mich nicht mag. Sie redet zu mir und zugleich zeigt… Weiterlesen »

Dem Auge

Von | 3. April 2020

Die Reise währt nun lange, gelangte an den Ort wo alles fließt und weiter geht es noch – doch nicht an einen Ort – dass man es auch genießt… * * * Nun ist die Reise da wo alles fließt und weiter geht es noch dass man es auch genießt: O Hassesblick der Venus, mein… Weiterlesen »