Monatliche Archive: November 2017

phyllit

Von | 29. November 2017

das buch leuchtet und manchmal wachsen ihm flügel oder augen das tal leuchtet der fluss in dem tal fließt schnell das gras wiegt sich im wind dein haar die marder flüstern sich verstecke zu in den augen verschwinden geheimnisse du blätterst seitentäler auf und manchmal ziehen berge vorbei

tischgespräche

Von | 27. November 2017

die gabel sticht in das brot der mann wartet auf den aufschrei die zeitung liegt gefaltet neben der einsamkeit das messer wartet auf den dritten akt die suppe wird kalt sagt die frau in der küche und schlägt die stille entzwei

Von | 26. November 2017

EIN EISBERG mit Sprüngen der Schwärze darin die brechen ab im Zählen die springen menschenleer da der Cut & deutet als Cowboy freilich oder Kopfgeldjäger aufm Hocker sitzend John Wayne nüchtern ganz schwenk dorthin wo´s ihm passt & behauptet gewissheitsumkränzt stiegen die Menschen kämen von dorther alle/ aus MONTEVIDEO.

Zwischenreich

Von | 23. November 2017

Lichter kreuzen überm Gerümpel, das sind Lebensäußerungen der Sehnen, Muskeln wenn die Schuhe klacken, dem Rauschen der Stille lauschen wir aber sind im Zwischenreich, darin Müll wüst ich steige über Armgebinde, Beinverwüstungen & suche der Lebern Aussprache immer Bögen, nie die gebotene Härte

Das Smartphone ist dein Jugendwerkhof

Von | 16. November 2017

(Allen dumpfen und weltfremden Träumern, die Fragen um ihrer selbst willen stellen, zum Trotz: Bei Mc Geiz liegen mögliche Antworten. Gesche Blume am 4. November 2017 um 18:34 Uhr) Ich sah F. im Wald. Er hatte seinen Dederonbeutel dabei. Ich dachte, er sucht nach Pilzen. War voll, der Beutel. Hatte schon viele gefunden. Maronen, Steinpilze,… Weiterlesen »

Von | 16. November 2017

Das Schwesterbruderzebra sagte zum Schwachtelwuchtelbüffel: „Plong!“ Der Quantenfeldacker bebte, und alles wurde rot. Der Schwachtelwuchtelbüffel war weg, ein Schwuchwachlöffel lag neben einer Kaffeetasse. In einer Pfütze Sahne tanzten die Neuronen. Dann wird es diffizil. Subtil. Gentil. Propellerventil mit Gentilhomme an der Leine. Madame. Hätte es doch lieber „Pling!“ gemacht.

Von | 13. November 2017

Weiß Weiß Weiß strahlt die Dynamo Welle aus feuchten Augen Ismen – trichter Filter keucher Latio n. . . Maschinen stehen auf Ihre Gesichter brennen die Sonne

unendlich zeit verlieren

Von | 6. November 2017

den zylinder mit der hand in bewegung setzen zuschauen wie er die sterne einsaugt, ausstößt zuhören als sei das ohr kommandozentrale die tage mit den nächten biegen zur oberfläche kaubewegungen beim sprechen, nichts als kaubewegungen mit jan wagner in verhandlung treten: alles hat seinen preis mit dir, ohne dich leben & sterben – immer wieder… Weiterlesen »

Schwermut

Von | 5. November 2017

In den Wäldern fällt die Zeit vom Geäst. Ich fange sie mit meiner Kleidung und trage schwer an deiner Stimme, die noch immer in den Tagen ruht. Am Abend wasche ich den Stoff mit deinem Schweigen im großen Fluss.

Fasten in der Vorweihnachtszeit

Von | 4. November 2017

Mc Geiz war die Avantgarde der Saison. Zwischen Bügelstärke, Kochwäsche, Scheibengardinchen, Plastikrosen, Chefhasser-Kaffeetassen, Persipan mit extra viel Süßstoff, Barbiepuppen und Frauenarzt Dr. Mühsal entdeckte ich eine Paperbackausgabe mit der Photographie echter, malvefarbener Tulpen auf einem grünem Umschlag. Der darin enthaltene Text, so verhieß die Titelaufschrift, war das Meisterwerk der literarischen Décadence, Joris Karl Huysmans Roman… Weiterlesen »