Monatliche Archive: Januar 2017

Wortwortwort

Von | 30. Januar 2017

Als Foucaust den Holocault entdeckte wurde ihm schwindelich Eine neue Genuss? Soziomos dalitätärä? Tä-tä-towie-ru kunst voll knapp unter die Haut des Denkorgans pro jizier-t, ji & jang – „forever“: Techno log.i/ie//e _____________a?

Von | 28. Januar 2017

WEGGEBEIZT vom Strahlenwind deiner Sprache das bunte Gerede des An- erlebten – das hundert- züngige Mein- gedicht, das Genicht. Aus- gewirbelt, frei der Weg durch den menschen- gestaltigen Schnee, den Büßerschnee, zu den gastlichen Gletscherstuben und -tischen. Tief in der Zeitenschrunde, beim Wabeneis wartet, ein Atemkristall, dein unumstößliches Zeugnis. Paul Celan

Sex bei erhöhter Temperatur

Von | 27. Januar 2017

Als es kälter zu werden begann: kälter, da packten wir die Koffer, ließen Eduard, den Verblüfften, den Apathischen allein. Vyvyan und ich (wie Lou und René) in Eduards Wohnung mit den Dattelpalmen, den Zwergenhaften allein: Sie, die ständig Wasser brauchten, Kannen von Wasser, und Licht und Wärme zum Überleben. Auf der Türschwelle war der Abschied… Weiterlesen »

Vierona

Von | 27. Januar 2017

Heute sitze ich nicht bei Regen vor dem Spiegel, ich habe die Spiegel aus dem Haus verbannt, alle bis auf einen. Er zeigt das Profil. Schwarz-Weiß, den Frisier- umhang der Mutter schief um die Schultern, die ergraute Spitze am Hals fixiert. Ich gehe beinahe über- all, bei Regen, in den Park, an den Kanal, auf… Weiterlesen »

Gedicht

Von | 27. Januar 2017

Wenn da nicht dieses Wort wäre – es steht immer oben, die Leser lesen es als erstes – man könnte glauben, da wäre nichts. Denn da ist nichts weiter, nichts was die vielen Worte rechtfertigen würde, die so regelmäßig – ja-ja, nur Druckausgleich – darum gemacht werden. Viel Wind um nichts, so fügt es sich… Weiterlesen »

Zur politischen Strategie der AFD

Von | 20. Januar 2017

Aus einem Wahlkampfpapier der AFD: „Je nervöser und unfairer die Altparteien auf die Provokationen reagieren, desto besser.“ 1. machen Sie auf sich aufmerksam, indem Sie die Farbe auf hell umstellen. 2. lassen Sie Ihr Opfer glauben, es könnte Sie leicht mit dem Finger zerdrücken, aber bleiben Sie starr. 3. hoffen Sie nun, dass es sich… Weiterlesen »

Reden wir doch mal über…

Von | 19. Januar 2017

…die Rede des Björn Höcke. Denn hierzu gibt es Bedürfnisse, gesehen in den Kommentaren zum Beitrag „Straight rechts“. Bedürfnissen sollte man nachgeben, alles andere wäre eine Unterdrückung seiner selbst und führt im schlimmsten Fall zu Verstopfungen. Und dann wäre die braune Soße in einem selbst. Das ist nicht schön, also raus damit. Der Björn Höcke,… Weiterlesen »

Streicherlatein

Von | 16. Januar 2017

Am Frosch sitzt die Musik, sage ich dir, hier hockt die Wirk- lichkeit, der ganze Saustall (schon Mozart hatte so seine helle Freude). Da säuseln keine hoch- gespielten Theoreme: dicke Luft, Mutter- sprache, Naturgewalt. Bärenbändiger, Feuer- schlucker, einer wie Oistrach musst du sein, voll gegen die Wand. Alles andere bleibt Finger- food, Haute Cuisine ohne… Weiterlesen »

* * *

Von | 15. Januar 2017

frau kleist, ihre literarischen qualitäten in allen ehren – doch jedesmal, wenn sie sich in die höhen theoretischen denkens erheben wollen, patschen sie statt dessen gegen die nächste fensterscheibe – zu dicht bei scherings industriegebäude angekommen – oder von der untergehenden sonne geblendet?

Das Testament der Gräfin Ulrike – Kapitel 8

Von | 13. Januar 2017

Das Testament der Gräfin Ulrike, Kapitel 8 Die Gräfin war nicht zufrieden mit ihrer neuen Nichte. Die machte sich nicht nützlich, lag den ganzen Tag in ihrem Zimmer herum, rauchte die kostbaren alten Tapeten voll, und abends zog sie über Marietta und Joshua her oder langweilte mit Gesprächen über irgendwelche Fernsehstars.Nach ihrem Vater, dem Grafen… Weiterlesen »

Selbsthilfe zuerst

Von | 13. Januar 2017

Ein alter Mann. Wie’s aussieht, gutsituiert, keiner von ganz unten. Liegt auf der Straße. Mitten auf dem Weg. Peinlich das. Besser nicht hinsehen. Was denkt der Alte sich eigentlich? Hier herumzuliegen? Ein kurzer Gedanke: Gestürzt vielleicht. Man müsste ihm aufhelfen. Ach was, saublöde Idee! Wozu sind Zuständige da? Und du tust, was alle hier tun:… Weiterlesen »

Schwarzbraune Soße?

von Hannes Heine Am Zaun gibt es keine Klingel, am Briefkasten steht kein Name. Trotzdem wissen alle in der Zehlendorfer Königstraße, im Südwesten der Hauptstadt, wer in dieser Stadtvilla zwischen Tannen und Birken zu Hause ist. Und die Bewohner wollen es auch gar nicht verheimlichen. Ein Sandweg führt zum Haus, davor drei leere Parkplätze, ein… Weiterlesen »

Self-help First

Von | 12. Januar 2017

Der alte Mann liegt mitten auf dem Weg. Wie’s aussieht, gut rasiert und situiert. Was ist dem armen Kerl denn bloß passiert? Und hat der denn dafür ein Privileg? Wie peinlich, geht es dir durchs Hinterhirn. Das tut man einfach nicht. Was denkt der sich? O Gott, das ist ja fast schon unmenschlich! Liegt hier… Weiterlesen »

Replik zum Nutzen der Kunst

Von | 12. Januar 2017

Hallo Rapunzel, was stellen Sie uns denn hier ein? Das Geschwafel, eines bürgerlichen Bildungsprotzes, das noch nicht mal zu einem Prozent wirklich etwas zum Nutzen oder Nichtnutzen der Kunst auf wissenschaftliche Weise sagt. Die Stoßrichtung, obwohl etwas versteckt, ist klar: gegen die DDR. Eine Anhäufung von Gefühlchen, Vermutungen und Diskreditierungen. Die Wissenschaft von der Kunst… Weiterlesen »

Die Intrigantin (2 Stanzen)

Von | 11. Januar 2017

Die Intrigantin (2 Stanzen) Wem ist solch Frauentyp noch nicht begegnet, der immer nur das Böse will und intrigriert, und wenn man dem ein Widerwort entgegnet, wird es sogleich ins Gegenteil frisiert – ein übles Weib, dem’s in die Suppe regnet, das liebend gern die andern kommandiert? Das kollert nichts als nur gestanztes Blech, und… Weiterlesen »

Leben spüren

Von | 11. Januar 2017

Leben immer nur Traum, hin zu den Meeren, den Bergen im Schnee, zum stillen See in verschwiegener Landschaft, in die Ebenen weit. Hier das Häusergrau, die Hektik des Straßenverkehrs, das Pseudodasein im Großraumbüro, die ehernen Marktgesetze, seltsam fremd fühlst du dich. Du trittst neben dich, begreifst das Irrationale des Heute, dein ungelebtes Leben, bohrend der… Weiterlesen »

8´ libre

Von | 10. Januar 2017

Du hast mich mit Jil Sander – da ich hatte Clandestine Liebe liber – bestraft wie meine deine wettergöttin wasser wild – Dein Jackett war schwarz aus schwärzer noch als die Tremoloperlen Lust auf Schalen Lack auf der Scheibe – in Genuss vor dir – tier. an – aus. Du hast mich nicht oft im… Weiterlesen »

Rapunzels Pläsier

Von | 10. Januar 2017

Sie reden viel zu viel, meist über nichts. Da staut sich irgendwas, das muss jetzt raus! Das reißt den Schnabel auf, hofft auf Applaus von wegen seines innern Gleichgewichts. Sie sind aufs viele Reden schwer erpicht, begeistern sich wie wild an dem Erguss und wissen selber doch, es ist bloß Stuss. Egal, Sie sind gemacht… Weiterlesen »

Von | 10. Januar 2017

Nun wäre es ja mal nach etlichen Rezepten, Binsenweisheiten und Zitaten angebracht, wenn Sie mal in Ihrer Inspiration graben und ein, zwei selbstgeschöpfte Sätze von sich geben würden, Verehrteste. Oder fühlen Sie sich dazu nicht in der Lage, hat es Ihnen die Sprache verschlagen? Wäre schön, hier würden einige aufatmen können.

Von | 10. Januar 2017

Du hast die Kommentare feige deaktiviert. Aber ich möchte dir trotzdem mitteilen, verehrte Rapunzel, dass du völlig recht hast: Was du hier einstellst, das ist profan. Und ich füge hinzu: Ausgerechnet Sie haben es nötig, Verehrteste, hier über Profanität zu schwatzen. Sie haben doch alles getan, dass dieser Blog profan wurde! Sie sollten sich schämen… Weiterlesen »

Da war doch was

Von | 10. Januar 2017

Wie nichts fällt uns die Zeit so durch die Hände. Man blättert den Kalender um und staunt: Schon wieder ist ein ganzes Jahr zu Ende! Man denkt ans Geld und ist gleich mies gelaunt. Es wird sortiert, die mürben Fetzen fliegen, man macht im Lebenshause Inventur. Den großen Rest, den lässt man besser liegen –… Weiterlesen »

Reisen bildet eben doch

Von | 10. Januar 2017

Vorausgesetzt, er hat ein bisschen Geld, das leider, leider nicht vom Himmel fällt, dann kommt der Deutsche ziemlich weit herum: Er reist. Und dafür legt er sich fast krumm. Gesamtdeutsch reist er durch die ganze Welt. Die Mauer weg, die man ihm hingestellt. Ihm blieb bloß Ungarn, was für eine Schmach! Wobei es ihm recht… Weiterlesen »

Amtliches

Von | 9. Januar 2017

Ich kenn ein Haus, das hat so viele Fenster. Wer reingeht, wird stracks von der Welt verdammt. Dort hausen schreckliche Papiergespenster – Sie ahnen’s schon: Es ist das Arbeitsamt. Die oben sagen: Prima Arbeitslage! Weshalb das Amt auch meistens überfüllt. Das kommt, das weiß man ohne Gegenfrage, weil man dort alle Wünsche eifrigst stillt. Nicht… Weiterlesen »

Das Testament der Gräfin Ulrike, Kapitel 7

Von | 9. Januar 2017

Kapitel 7 Ein Taxi fuhr vor dem Schloss vor. Eine junge, sehr schlanke Frau entstieg ihm, einen Handkoffer als Gepäck, das blonde Haar hing ihr strähnig über die Schulter. Marietta stand vor der Schlosstür und beobachtete die Angekommene skeptisch. Eine Nicht der Gräfin? Gewöhnlich, dieses Weib war ordinär, entschied sie. Instinktiv fühlte sie Abneigung gegen… Weiterlesen »