Monatliche Archive: März 2013

Figurenlexikon – Nr. 5

Von | 14. März 2013

Heute: Informationen, die nirgendwo ankommen Schon vor einiger Zeit ließen wir uns gar nicht mehr stören. Wir hatten die Informationsverarbeitung weitgehend eingestellt, und doch gab es da eine Figur, die ununterbrochen Informationen an uns zu senden versuchte. Diese landeten mit nicht nachlassender Regelmäßigkeit im Nirwana. Derjenige, der sie versandte, meint bis heute, man habe ihm… Weiterlesen »

mein paul yeah

Von | 11. März 2013

wir: unter uns oder lieben wir uns beide irgendwie davon ?? als wärst du noch da … den angewinkelten arm unterm koppe … oda machn wir ein’n auf wein … ich mit meiner gelenkkomik + du mit deiner ehrlichkeit … wie im leben immer eins in die fresse … an die erde … zwar zwischen… Weiterlesen »

Traum eines lächerlichen Menschen im Centraltheater

Von | 9. März 2013

Die „Festspielarena Leipzig“: das ist das letzte ekstatische Aufbäumen der Hartmann-Kompagnie, die den Leipzigern zeigt, was sie mit ihr verlieren. Schon der Bühnenbau wirkt fulminant: ein Amphitheater, das auf Bühne und erstem Rang des Stadttheaters temporär aufmontiert ist, vollkommen im universellen Weiß. Hier bewegt sich der Schauspieler im Mittelpunkt, die Orchestra gehört ihm, als Sprechraum… Weiterlesen »

demnach.

Von | 9. März 2013

In mein Nichts gelangt. Mit 1.000 Seiten halbtreuer Selbstbespeiung. Meine Zweifel so auflachelnd, dann so lächerlich, meine kreisrunde Tonsur traf mitten in meine Befindlichkeit: kleine Bestechlichkeit, aber unerbittlich. Der Hang zum Schmerz abgeschnitten wie eine Nabelschnur. Die ich dir nun um die Lachsblume klemme.

Mit mir der Weltgeist.

Von | 9. März 2013

Als wollte uns kein Verlängerungswille mehr: Tram 12. Da gestanden. Schnee nicht nur um mich herum, sondern auch unter meinen billigen Schuhn. Es giebt keine Chance auszubrechen, dachte ich in diesem Moment, als die Tram 12 immer noch nicht kam. Es war ein ähnlich dunkelgelber Bus. Wieso fährt der vorbei? Er sieht doch, dass wir… Weiterlesen »

das gewicht des lebens

Von | 7. März 2013

verliert sich im nebel bringe mir die welt ins schweben du wie mich selbst meine füße tragen mich zu dicht am boden bringe mir unruhe in den lauf der dinge du tanze mit mir an das ende der liebe verliere dich mit mir im nebel du getragen von unserem gewicht des lebens.

Hähnchen und Porno

Von | 7. März 2013

Dienstag kam sie früher als sonst nach Hause. Schon im Hausflur spürte sie, dass etwas nicht stimmte. Sie hörte, dass der Fernseher lief. Frank sah sonst tagsüber nie fern, selbst wenn er Zeit hatte. Leise schloß sie die Wohnungstür auf und ging ins Wohnzimmer. Frank saß auf dem Sofa und bemerkte sie nicht. Er war… Weiterlesen »

Von | 7. März 2013

man weiss manchmal nicht wie nah nähe ist … man lebt aber meist gegen sein leben … sucht die schöhnen momente … es giebt sie ganz oft so nah bei dir … selbst da verliert sich zum glück dein begreifen … man weiss manchmal nichts

Worte beim sich Anblicken.

Von | 6. März 2013

Üw … mit der M13 in einer Neunziggradkurve an unserer Turnhalle vorbeigeschlittert … hätt ich dich da nicht untern Tisch … aba du warst ja geschlecht…ähgeschäftlich unterwegs … alles wie im Park … also nicht zwischen uns … ausser den schwingungen die nicht nachlassen zwischen gewissen menschen … bei denen geht man in den erinnerungen… Weiterlesen »

endlos treppen herunter …

Von | 6. März 2013

  Vice versa: Traum Da ist es genau umgekehrt: da fehlt das Moment der Beherrschung. Da nimmst du jedes Rot eines Mundes oder läufst endlos Treppen herunter. Da hast du die existenziale Aufforderung endlich verloren, dich als Sinn zu fordern/formen/verlieren.   Ganz schwierige Ausgangslage immer wieder: bei jedem Satzanfang. Wie seine Gefühle verbergen, und wie… Weiterlesen »

ich denke wir habn gute atemchancen.

Von | 6. März 2013

Entweder man versteht mich falsch. Oder falscher. Beleidigt. Ängstlich. Mich beleidigt nur meine eigene Angst.              Schreie. Schneie. In dich. Ein. Wen(d)igkeit, WiPf, meinte ich vorhin, als ich von diesem Buchstaben sprach, der mich zu einem Lachen führte zwischen uns. Denn wir müssen, müssen schon, uns nicht in der Wirklichkeit treffen. Sie beäugt uns nur. Mittlerweile… Weiterlesen »

am anhirn verlebt …

Von | 6. März 2013

Wir schreiben uns unsere Verwundungen aus dem falschen Gesicht. Wir schleifen uns die Scham aus Tinte ins Blut. Denn nur dort waren wir eins. Nur dort haben wir uns berührt. Ohne Klang heimlich. Wie alles mit Resten von seiner Gehäutung. Es bleibt aber auch das nicht ohne Hintertriebenheit. Es bleibt nichts von deinen geheimnis ohnezungen… Weiterlesen »

Doch Gras Fressen.

Von | 6. März 2013

Wir streifen uns in unseren Ängsten. Mich liebkost gerade das Versehnte. Getränte. Zusammen Brechende. Alles nur ein Aufschub, ein von sich ohne Antwort bleiben, kein Einsamkeitswahn, ein Reformulieren eines selbstverleumderischen Zugeständnisses. Berlin bei Nacht: du solltest öfters den Tag Tag sein lassen. Wie Zungen, die sich später einmal begegnen werden. Wie auf Gras schlafwandeln, das… Weiterlesen »

genugtuung.

Von | 3. März 2013

Wie viel wenig Mitteilungsbedürfnis du mittlerweile hast. Die Welt klebt sich nun an dich. Du versuchst es ja nicht mal mehr. Leibst dich an ihr vorbei. Dein spitzer Dreischritt. Willst deine Verkommnis ehren. Wie dich selber aufspiessen. Niemand ahnte deinen Hinterhalt. Deine gebunkerten Gefühle. Aus denen du nun herausspringst. Ihr beide seid so feinsilbig.

1.

Von | 3. März 2013

1.       In einer abgedunkelten rosmarinfarbenen Mansarde lag Alban, unruhig träumend, auf seinem alten ausgelegenen Diwan, während der Klang der Mittagsglocken durch das geöffnete Fenster drang. Selbst die knarrenden Holzstufen der alten Eichentreppe, die einen Besuch ankündigten, ließ ihn seine Position auf der Couch, auf der er nun schon seit einigen Monaten unter derselben… Weiterlesen »

halb lang.

Von | 1. März 2013

Auf meinen Schultern ertrug ich nur die Unerträglichkeit. Hinter dem Kopfkissen schäm ich mich frühs in den Morgen. Danach steh ich auf als ein Toter. Ich war immer eine Lüge.

Von | 1. März 2013

* Wache auf und wundere mich, dass ich so klar im Traum war, endlich angekommen auf der anderen Seite, heiliges Getue des Wirklichen wie eine Schlange abgestriffen, lieb dich in meine seufzende Träne, sie antwortet mir selbst immer wieder. Bis ich mich endlich erfand. Und mich so auf meine Matratze legte, wie Blumen nie auf… Weiterlesen »

Wie verlebt.

Von | 1. März 2013

* Wie sie dich manchmal verlässt. Und doch verflügelt. Du hörst halt nie richtig zu. Wie sie aus dir anwächst. Wie verlebt. Aus deiner abgetränkten Ehrlichkeit vergess ich mich nie. Blosses Verebben. Greif mir ins Denken wie zwischen die Beine. Mein VerlorenVerlogenSeyn. Farbe auf die Zunge legen. Eintrocknen lassen. Wie unbarmHerzig. Aufgeschobnes Hoffen. Es wird… Weiterlesen »

wider ausspucken …

Von | 1. März 2013

eingeladen zum Augenöffnen weiter sich einsehnen im vom Traum wieder eingefangen Werden weiter aus dem Ausatmen sich nicht mehr selbst verführen klangstreifend an deinem ungekämmten Haar vorbei entlang verschlingend erinnerst du dich noch an den Typen der sich von jedem Augenblick anschreien dann aufsaugen dann wider ausspucken liess der nie da war also kein Leben… Weiterlesen »