Monatliche Archive: Mai 2012

hormonornamente

Von | 31. Mai 2012

(müde im mai) sieben milliarden potentaten verkünden rundum ihre rechte die anzahl der sender verdoppelt sich pro stunde anaerobe bakterienkulturen überschreiten die schwellen länder und driften gen rom wo alle brünnlein fließen muss ich winken

Andornen.

Von | 31. Mai 2012

   Und wenig später umarmt ihr euch mit Erde im Mund. Im Vergehn dein Gelassenseyn. Du dornst mich aus mir heraus.    Du berührtest damals schon mein Haar, glaube ich, nicht. Nun springt dich mein Fingernagel an wie eine aufgeplatzte Sehnsucht, wär mein Atem nicht längst davongehüpft …

Auf diesem Weg

Von | 29. Mai 2012

fürs kinderlied von eisenhans ein Kommentar, den ich anscheinend anders nicht loswerde : mit Freude über die geteilte Affinität zu E.D.1333, hier ein mindestens ebenso gutes, nämlich E.D.1472 : “ To see the Summer Sky Is Poetry, though never in a Book it lie – True Poems flee – „

Jenson stieg aus.

Von | 26. Mai 2012

Exponentialfunktion, sagte Jenson vorhin im Auto, als er aussteigen wollte, um in seinem Schachcafé einen weiteren Zug zu machen. Du verlierst, wenn dein Weib, äh die Königin fällt: deine Stolzverholzung. Wie viel mir am Monatsende übrig bleibt, sagte Jenson, ist wie eine Rache der Lust. 10 Minuten Rittmeister, 20 Jahre Zahlmeister, nannte Scotty es immer.… Weiterlesen »

!!

Von | 24. Mai 2012

so. nun darf ich nicht mal mehr beim kreisspiel mitmachen. hatte mich schon so gefreut, ouroboros juchhee…aber auch das scheint nun gestrichen.  bin wohl vorerst vom feld gestellt. na ja. bring ich mein fleisch eben raus untern pfingstlichen himmel, irgendwo wird da schon geist verkippt.

englisch und indischer curry zum kochen

Von | 22. Mai 2012

ja. das maigrün. ich kann mich vor glück nicht entscheiden. das pilzbuch, oder pflanzen und tiere der strände und deiche, vielleicht aber auch den musikantenspiegel, das kunstseidene mädchen, oder süßkartoffeln mit wildlachs. der müller-thurgau vom naumburger steinmeister ist auch nicht schlecht, der schmeckt wie der hauswein von georgio. englisch und indischer curry zum kochen. ein… Weiterlesen »

kinderlied

Von | 22. Mai 2012

manchmal möcht ich wortlose gedichte schreiben mich nicht von neuem in zweifel treiben ich will wie die vögel zum ursprung zurück die hymne des vogelgesangs lobt wortlos das glück

Also aus dem Sprechen verliert.

Von | 22. Mai 2012

  * Aus meinem staubkörnigen Blick siecht wie Liebe aufgetragene Bedeutung. Du hast recht in deinen Monologen. Es ist zu viel Weltfremde in mir. Ich gehöre nicht mal meinen eigenen Abgründen. Auch sie sind bloss erfunden. Sobald sich etwas mir entspricht. Also aus dem Sprechen verliert. Also aus dem Weinen zu sich kommt. Sich aufgiebt.… Weiterlesen »

Ohne oben.

Von | 22. Mai 2012

   Als würdest du immer noch leise mit dir selber reden. Wie aufs Meer schaun. Und zurückschäumen ins geschmückte Schiffchen der Realität. Bloss ungeknöpfte Montage. Und Dienstage. Und Mittwöchnerinnen mit flinken Händen. 

urheber

Von | 21. Mai 2012

(rechtsverletzendes sautreiben) wagenheber heben wagen tortenheber heben torten urheber heben hahaha ur das vermutlich letzte exemplar der ehemals weit verbreiteten wildform des rindes verstarb im jahre 1627 der verbleib der knochen unbekannt wer sind wir und was bekommen wir

Kopfversuch.

Von | 18. Mai 2012

* Streif dein Haar wie Vergangenheit aus dem Gesicht. Ausser im Kühlschrank mein lachendes Mirbier. Du kommst mit meiner beschissenen Dekonstruktion nicht zurecht. Nehme dich und deine Gesagtheiten nicht mal mehr von hinten. Aus meiner Erklärung wird ungerechtes Annähern: von vornherein. Glaub mir unter der Zunge. Kleine Bewegung mit Speichelcharme. So ein abgedrehtes Herz. Wie… Weiterlesen »

Verzweigt: blond.

Von | 18. Mai 2012

Wie vorübergehende Liebe. Immer nur liebkost von einem anderen Auge. Schritt. Stiefel. Fleischliche Schenkel. Einander Auge. Deine fleischlichen Beine aus Stiefeln. Während du deine Strümpfe berührst, schwimme ich in deiner Kniekehle. Und erinnere mich ins Bodenlose. Könnten wir uns züngeln, ohne wider Worte von uns zu lassen. Ich versuche mich mit meinen Eckzähnen an einen… Weiterlesen »

Berlin, noch immer August.

Von | 18. Mai 2012

Spiel du doch mal mit deinem Einufern, Abgraben, leisen Tönen, hab dich noch nie so geliebt, weil dieses weisse Wesen dazwischen sich feinsilbig hör nur mal wie sie spricht das Strömen das Rinnen das Auswaschen deiner Träume: wolltest du mit mir stehenbleibn berühr mich nicht wenn ich in der Gegend liegen bleibe, spuck auf mich… Weiterlesen »

Bootsfahrt

Von | 17. Mai 2012

Aus der Tiefe blickt jemand herauf zu mir –     an die Oberfläche, auf der ich schaukel.   Ich setze mich zurück, erschrocken,   und ruder beflissen ans bergende Ufer.

Himmelfahrt

Von | 17. Mai 2012

Der lange Weg ist der lange Weg. Mit Respekt vor dem Dasein gelingt es mir nicht, mich einzukugeln ins Nest der Verrannten. Denn lang zum Himmel ist der Weg. Der Weg ist lang.

ujjayi

Von | 16. Mai 2012

wie unterm eis das schneetreiben von gestern meine lust von gestern vertreibt und mich in vorgedrungner nacht baumkronen erschlagen liegt der ursprung der tränen in einem atemzug das ganze grün der welt ausserhalb der worte die nägel schiessen von den kuppen das ist der schönheit letzter flug all deine zungen strudeln mich in figurale farben… Weiterlesen »

ach herr krüger … herr sloterdijk …

Von | 15. Mai 2012

ach herr krüger. meine e-mail wird Sie wahrscheinlich nicht erreichen, weil irgendwelche lakaien sie abfangen. ich hab Sie beobachten dürfen beim letzten sloterdijk-sonnett mit dem walser-gockel … um gleich auf den punkt zu kommen: warum liessen Sie sich den schneid abkaufen … sloterdijk wollte diesen hanswurst und durchschnittsarschkriecher von walser doch gar nicht … in… Weiterlesen »

zur schönen maienzeit

Von | 15. Mai 2012

Ein kleiner Wahn im Vorfrühjahr ist heilsam, für den König sogar, Doch Gnade Gott dem Narren – er will auf dies gewaltge Spiel das Wagnis Grün im großen Stil als Eigentum beharren! *** (Ein kleiner Irrsinn kommt im Mai, geht auch am König nicht vorbei, Doch Gott sei mit dem Harlekin – der dieses riesige… Weiterlesen »

Zerfriss dich.

Von | 13. Mai 2012

* Die alten Äste riebst du mir aus den Augen mit deinem selbstverspielten Wehklagen wir sind genauso gelogen zerfriss die Ränder deiner Blätter die dich fast erstickt haben so früh wird es nun schon hell unterm Lid es singt das Licht und denkt sich in dich rein und dreht sich auf deine Haut Liebelein vergiss… Weiterlesen »

Sätze: aus.

Von | 13. Mai 2012

Mal anhänglich ins Gras beissen. Auf dem Bildschirm der Krankenhausmaschine den Tod laufen lassen: sehn. Tief einatmen. Ausatmen. Schambessen. Doch noch Sonnenscheinnarben. Übernächtigte Fragmente. Gehorchende Bachmösen.    

Zur Erinnerung an unsere humanistische Bildung: Das Figurenlexikon

Von | 13. Mai 2012

Zum Beispiel: Thomas Mann, Der Zauberberg, 1924 Heute: Dr. Leo Blumenkohl aus Odessa. – junger Mann mit dünnem Schnurrbart –  der Kränkste am ganzen Tisch – still, ernst und menschenscheu – er „frühstückte vollständig schweigend“ – lehnt es „rundweg ab“, sich mit Hans Castorp bekannt zu machen – mit einem Gesichtsausdruck, als habe er “… Weiterlesen »

7 auf einen Streich

Von | 11. Mai 2012

Leidenschaft ist ihm nicht abzusprechen, dem Autor des sogenannten „Frontalangriffs auf die deutsche Lyrikszene“. Dieser Rundumschlag erschien am 6.Mai 2012 auf www.freitag.de unter der Überschrift : „Neue Lyrik – Neue Impotenz“. So richtig überzeugend ist er aber nicht. Als Liebhaber. Der Dichtung und der Philosophie. Er kennt sich aus der Schreiber. In Publikationen und einschlägigen… Weiterlesen »

Am nerven rhythmen.

Von | 11. Mai 2012

Denn irgendwann, inmitten eines Gesprächs vielleicht, weisst du es nicht mehr, oder in einem glücklichen Zustand, ging dir auf, dass du die immer gleichen Wörter und Vermeintlichkeiten als doppelte Halbwahrheit von dir gegeben hast, und das schon seit geraumer Zeit, ob du des nächtens nicht mehr alleingelassen werden oder die Stadt mit ihren Lichtern überfluten… Weiterlesen »

Lyrikpolemik

Von | 7. Mai 2012

Patricia erhielt Verstärkung von einem Lyriker, der die neue Lyrik für abscheulich hielt. Sein Name war Klaus Kobold, eine Veröffentlichung konnte er noch nicht sein eigen nennen, trotz erfolgreich hinter sich gebrachten Germanistikstudiums. All die publizierenden und preisverwöhnten Lyriker, die sich in der Aufmerksamkeit der Jurys und Lektorate sonnten, riefen seinen Neid hervor. Reim und… Weiterlesen »

ich schreibe so dahin (die zerbrochene glocke zeit)

Von | 7. Mai 2012

winzige weiße häuser wachsen aus den spalten und ruinen dieser ungemütlichen welt eine vorstadt der sehnsucht   in den häusern wollte ich zuhause sein, wären sie bewohnbar und nicht ein von weißen spinnen gewebtes schloss   hellgrüne fingerkuppen und blaue meisen kreuzen meine lichte, stürmische unruhe   die von meinen gezeiten bewegten wasser werden an… Weiterlesen »

jalousie

Von | 6. Mai 2012

das in die asche starren hinter mir lassend und die nach unten geretteten fusssohlen schrei ich dir zärte zu flüster dir schläge ins gemach hochhackig mit schokostrümpfen oder hast du heute lebend noch was vor so gegen neun

Mein Davonlaufn.

Von | 6. Mai 2012

Bring mir eine Handvoll rutschiges Moos mit, mit dem ich mich einschmieren kann, kannst du das verstehn, oder solln wir uns endlich an den Wolken vorbeihangeln, ich bin so weit, auch ohne Maske, jetzt geht’s mir wieder besser, wir leisen uns ab, begraben mein Misstrauen zwischen deine Pobacken, am liebsten beim Abdunkeln, dein Schnaufen unterm… Weiterlesen »