Monatliche Archive: April 2012

panik

Von | 30. April 2012

frisch eingesonnte grüne schmerzen in eine männerhand versprochen savin all my love for you geringelte donnerschläge aus dem off gekrochen böse zungen mit augen wie zornesgefolge liebe ist eine un heim lich k e i t

Hut vorm Gesicht

Von | 27. April 2012

Specktinte auf Karton. Der Hut vorm Gesicht. War mal ein Apfel. Blau-Brokat von C&A weht durch die Turnhalle. Lauwarme Herva rinnt die Speiseröhre hinab. Weich drücken sie sich auf die pinken Spitzenschuhe, die Gummisohlen von dreiundachtzig. Wie ein Schwamm. Wie ein dicklicher, hellgelber Schwamm. Vollgesogen mit Badewasser auf dem seit Wochen filmtrüben Wannenrand. Sie lutscht… Weiterlesen »

Wojtek.

Von | 26. April 2012

Geht’s dir auch so, dass du ein Gemütsbedürfnis bist. Das dir immer wieder zu Kopfe steigt. Ach, wie aus Winterkleidern steigen. In letzter Zeit tret ich meine Hose mit den Füssen ab und lass sie auf dem Boden liegen. Die Füsse gehn dann weiter. Weiss auch nicht, wohin. 

Zweiteilung des Gesichts.

Von | 26. April 2012

Mit dem Abwenden der Leute beschwingt sich meine Pulsader. – Du sagst, dass man davon mehrere habe. – Okay, dann ists ein kollektives Beschwingen. Du glaubst gar nicht, wie schön ich geworden, wenn mir meine Geburt nicht dazwischen gekommen wäre, hast du noch nicht davon gehört oder glaubst du immer noch an die Zweiteilung deines… Weiterlesen »

Die Frankheimer Spezielle. Eine Groteske

Von | 25. April 2012

Einst erfreute sich die Frankheimer Spezielle Zeitung (FSZ) einer verstohlenen Beliebtheit unter den Kulturherren des Landes: Man empfand einen gewissen Stolz, in ihr erwähnt zu werden, „besprochen“. Die Kritik adelte den Künstler. Professoren gaben Eitelkeiten zum Besten. Zyniker fielen über Novizen her und schlachteten sie genüßlich. Patricia von Todtental hatte lange Jahre des Volontariats hinter… Weiterlesen »

Lachsfarbene Pissnelke.

Von | 25. April 2012

Schrie ich oder hörte sich das alles nach einem falschen Inneren an. Meine Sorge gehört seit Tagen der lachsfarbenen Pissnelke, von der ich dir schon mal erzählt habe. Sasst du da nicht sogar im Streifenanzug wie ein Streifenanzug vor mir und wolltest mir so was wie gute Laune verkaufen und in der beiläufigen Erwähnung deiner… Weiterlesen »

besuch bei david

Von | 25. April 2012

man öffnete uns die stillen paläste die alten brücken mieden wir unter denen der arno so dunkel dahinfloss & darüber die menschen die restauration des frühlings wie der venus waren gelungen nur die frauen waren männer mit angeklebten brüsten aus marmor in der kathedrale gab es nichts zu bestaunen außer uns selbst es dauerte eine… Weiterlesen »

Frühling, nachts

Von | 23. April 2012

Mitten in der Nacht erwachte ich und hatte das deutliche Gefühl, dass etwas nicht in Ordnung war. Vielleicht war es die Stille. Kein Auto war zu hören, kein Krakeelen von späten Passanten, selbst das Licht der Straßenlampen drang spärlicher als sonst durch die Vorhänge. Ich starrte eine Weile ins Dunkel des Zimmers und versuchte zu… Weiterlesen »

Tod.

Von | 21. April 2012

   Diese Formen, die mich mittlerweile begreifen, sagte Marizz damals, als Achim, ihr Friseur, sie besuchte, um ihr die Haare zu schneiden, und ich stand daneben und sah ihren Hals und spürte, dass sie gehen wollte. Da war keine Lust mehr, zurückzublicken. Da war nur noch diese verfeinerte Todesform. Dafür es zu lieben lohnt. Der… Weiterlesen »

Immer noch …

Von | 19. April 2012

  Immer noch … … dein hinterhältiges weitförmiges Fleisch im Nebensatz, fast angehängt ans gliedgeformtes Schwolldenken … nur reden, um etwas zu verbergen … die Hamletmaschine in Oberbruch auf dem Sportplatz: wenn Menschen ihren Sarg also vor sich hertragen … Heiner, erklär mir Verlogenheit … 

Paul.

Von | 19. April 2012

Je tiefer der hinter den Worten mitschwingende Gleichklang in ihm zu spüren war, umso mehr begann sich die Sprache des Onkels in Edmond breitzumachen, allein von diesem einen Wort her, und umso mehr fühlte Edmond sich zu ihm hingezogen. Er fühlte sich diesem einfachen Menschen dann ganz nah. Und zum ersten Mal in seinem Leben… Weiterlesen »

Leisewerdn.

Von | 19. April 2012

Wir können uns nur ausgewollt lieben? Es ist nun an der Zeit, meine falsche Beschaidenhait zu korrigieren. Layla, du musst mich in der Schwere halten … hihi, Äffchen, die dich lieben, hättn ja Schwebe gesagt … mein Quadratmeter Liebe hätte ausweglose Folgen … schliesslich bin ich in einem schrägen Geburtslicht gekrochen (hast du schnöden gesagt)… Weiterlesen »

Toasting

Von | 16. April 2012

(feat. apathie der moleküle) Das Thermostat am Backofen zeigt fast dreihundert Grad an. Hier lässt sich Brot gut und schnell rösten. Warum ich mich ängstlich fühle, verstehe ich nicht. Ist doch alles in Ordnung. Ich öffne die Ofentür, heiße Luft schlägt mir entgegen. Die Körperoberfläche strahlt die Wärme wieder an die Umgebung ab. Ich versuche,… Weiterlesen »

dead air

Von | 16. April 2012

wer hätte das gedacht, daß die mal so nötig wird, zum durchatmen, die unverhoffte sendepause, und daß es sie geben darf, bloß leider kaum noch gibt.

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Von | 16. April 2012

Klopsige Töne aus Unterfranken, Nüance Edelsüß,  Hausfrauensülze aus Braunschweig, dünne Haare aus dem Hessenwald, Editorische Randnotizen aus Mitteldeutschland — oh, liebe Inskriptionen-Gemeinde, wie tief bist du gesunk(g)en!

Von | 16. April 2012

Unendlich. Unnachgiebig. Unter den Linden. Ein schweifendes Auge. Um sich herum noch der tiefe Schrei. Auf anderer Wiese dann zyklopenhaftes Insichhineinschauen. Auf den Abwässern der letzten Jahre: ihr Lachen ihr nicht einschlafen können ihre Nähe suchen. Auf den Abwässern ihres kleinen Herzens schnaubt sich späte und frühe Liebe aus. Umbrafarbenes Hirn. Sie wird sich mit… Weiterlesen »

bagatelle

Von | 14. April 2012

kokette kunden kaufen käse kauen kuchen und konfekt und nehmen sich wichtiger als das wort bagatelle suggeriert ich gebe zu kleine beträge straftaten von geringer bedeutung aber warum singen in moll

Fremdbildnis.

Von | 13. April 2012

Der Ideengeber wird immer verlacht. Weil er die Stumpfsinnigkeit seiner Mitatmer offenbart. Kleingöttisches Abgefühl beim Tun. Je glücklicher. Aus dem immer wieder aufgeforderten Leben wird nichts. Das Zerstörte vollendet uns. Wie als Kind in dir. Es bleibt ein Leben lang ein Spiel. Nur immer zynischer und gehässiger. Aus Angst. Nicht du, sondern dein Anspruch, dein… Weiterlesen »

essay I.

Von | 11. April 2012

Wolltest du nicht mal ausruhn von den Kriechern um dich herum, dich mittendrin aufscheuchen und die Wände einschlagen, die dich befreien würden, hättst du sie nicht so lange zerkratzt, um dein Gesicht zu schonen.

wie cioran.

Von | 9. April 2012

Nee, lass ma. Letzte Nacht konnte ich wirklich nicht mehr. Ich besorg dir alles: ein Kissen für deine Liebste, einen Ohrmusicus, Papier, neue Schuhe und auch Cioran (dein Abführmittel, hab ich zuerst gedacht, hab dann gegoogelt/gevögelt/gemogelt und weiss jetzt, dass sein Thema die Schlaflosigkeit war, uuhhh, ich glaube, dann bist du doch völlig am Ende,… Weiterlesen »

skizzen

Von | 7. April 2012

von rosa zu hellgelb es ist schon spät. wieder weht lauchduft durch das fenster, miasmen verändern die stimmung, manipulieren die synapsen. ein kurzer austritt auf den balkon belehrt mich, dass meine geruchsnerven schaden genommen haben. es riecht nicht nach knoblauch, frische luft weht herein, wolken krümmen sich in der dunkelheit. ich habe das elektrische licht… Weiterlesen »

denkst du, nein, zum Anbluten

Von | 5. April 2012

Mir gelingt seit dir nur noch mein Abgrund. Unser ständiges Ein- und Ausatmen. Als lebten wir uns. An den Fressalien der Gewöhnlichkeit vorbei. Eines Tages gelingt mir wieder ein ganzer Satz. Meine Nadelschau. Ständig von grünen Nadeln gespitzt. Hättst du dich sonst dem Wald anvertraut? Dem Meer. Da schwimmt vielleicht heute immer noch eine Restspermaerinnerung… Weiterlesen »

// wenn du gehst //

Von | 4. April 2012

sag mir bescheid wenn du gehst weck mich auf lass mich wach sein wenn du gehst geh wohin du willst doch lass mich wissen wenn dein herz mit dir von mir weggeht tu was du willst und was dir gut tut zeig mir, was dich glücklich macht geh von mir weg doch vergiss einen teil… Weiterlesen »

hör zu …

Von | 3. April 2012

würde es aufpropfen nennen, aber das, erklär ich dir später, weil der es auch ein wenig anders meint… und nun sitze ich hier am rande der neuen welt und freue mich, bald wieder in deiner nähe zu sein, auch wenn wir uns nach meiner rückkehr nicht sofort sehen werden… aber so ist das nun einmal… Weiterlesen »

Wojtek.

Von | 1. April 2012

Du mochtest einen Menschen einfach so, wenn er eigentümlich in einem Satz fallen oder wegrauschen liess. Und nun sitz ich hier und muss dich in eine normale Sprache übersetzen. Wie Metaphern auskotzen. Du lachst. Aber begreifst du eigentlich, was mich das manchmal interessiert. Ich hasse dich. Dennoch spüre ich was. Denn du sprichst von etwas,… Weiterlesen »

Gebrochenes.

Von | 1. April 2012

Haste noch nen Karamellkaffee, schmeckt gar nicht mal so schlecht nach so ner Nacht. Weisst du, so wie ich jetzt schwätze, hast du damals an unseren Geburtstagen die ganze Nacht geschwätzt und mich und uns kaum zu Wort kommen lassen, mann, ging mir das auf den Piss: und jetzt bin ich es, der dir auf… Weiterlesen »