Monatliche Archive: August 2011

Ich (beispielsweise)

Von | 31. August 2011

Mit 70 wird man sich dann doch fragen lassen: war’s das jetzt, oder? So beispielsweise, 70 verweht oder 20 zu wenig? Nicht zuviel? weil der Heizer heute seinen vierzigsten Geburtstag hat… weil der Heizer heute seinen vierzigsten Geburtstag hat… Die Jahre reihen sich aneinander wie Zeilen, die Jahre sind der Tribut an die Sonne Du… Weiterlesen »

Luftprinzip

Von | 31. August 2011

„Ist dein Atem schon kalt?“ „Aber ja.“ „Hättest du dieses Detail erwähnt.“ Täusche nur Unlust vor. Es steht dir gut. Hat sich bewährt. Die Wirklichkeit zergliedern. Parallel. Distanz. Hier auf dem Balkon sitzen, trinken, Wein verschütten. Um zu sein, was der schwarz bekleidete Fuß verspricht. Als spannten sich über ihre Haut Klänge, Préludes von Debussy.… Weiterlesen »

Was ist das hier?

Von | 31. August 2011

Magische Flut von Bildern, gigantisches Selbstgespräch der Natur. Drei Lieder, Teil zwei? Der Berg träumt vom Erwachen! Eine Gauklertruppe bei der Arbeit kurz vor der Wende: Bald werden sie den Anwesenden die Taschen vollhauen. Alles stirbt so gut es kann, das Bessere ist des Guten Befriedigung. S’reicht reicht jetzt. Un-un. Kein Oh Das Ich ist… Weiterlesen »

komm zu potte

Von | 30. August 2011

Einmal wäre ich fast in eine TV-Talkshow eingeladen worden. Eine Show von Format im Öffentlichen, also mit Niewo. Eine Frau (naja, ein Mädchen, ein junges Ding jedenfalls) vom Redaktionsbüro (wahrscheinlich eine Praktikantin, eine von denen, die ihr Germanistikstudium mit Medienkompetenz erweitert haben, von acht bis zwanzig Uhr jobben, nebenbei Kaffee kochen, behaarte Männerwaden lecken (devotisch) und… Weiterlesen »

Braunes Holz

Von | 29. August 2011

Der letzte Hund, der meiner Großmutter gehörte, hatte ein Ekzem. Das ist nichts Außergewöhnliches, auch Thomas Mann klagt in seinen Tagebüchern über ein Ekzem am Ohr, häufiger jedoch über hartnäckige Konstipation. „Meine Konstipation ist außerordentlich!“ ruft er schreibend auf seiner Hochzeitsreise aus. Doch erzählen wollte ich, vom Hund meiner Großmutter. Die geladene Tischgesellschaft, mittlerweile beim… Weiterlesen »

Life-Unterhaltung (forts. 1)

Von | 29. August 2011

„Diese Arsch-Sprache hatte so eine Art Darm-Frequenz. Traf einen direkt in den Unterleib, so als müsste man gleich aufs Klo. Sie wissen schon, wenn der alte Dickdarm einen in die Rippen stößt, man bekommt so ’ne Art inneres Frösteln und weiß, dass man eigentlich nur noch loslassen muss? Also diese Sprache schlug einem direkt auf… Weiterlesen »

Von Zeiten und Uhren oder Lateinstunde

Von | 26. August 2011

An die Blog-Gemeinde: Nehmt mich auf, auch wenn ich euch bei weitem noch nicht das Wasser reichen kann. Heute im sinnlosen Latein-Unterricht (FREITAGS!!!) fand ich zuerst diese Zeilen und dann euch (war ein Tipp, ich gebs zu). Bin aber nicht an diesen Kommentaren interessiert, die ich erst entschlüsseln muss. Das reicht mir in den leidigen Lateinübersetzungen zu.  (also so was von kleist… Weiterlesen »

Eingabe

Von | 23. August 2011

Der Zeiger einer Kuckucksuhr, Bahnhofsuhr – unterbrich mich nicht – nimm den Takt. Sie hat ein Haus. unterhalb der Schwingung kriechst du hervor, in dein Gemach, die Richtung voraus. Es sind viele Uhren.

Zurück zu

Von | 22. August 2011

Bereits fahrend, gab es mehr schweißdurchtränkte Kleidung, Leute mit weniger als dreizehn Kubikmetern Warmwasserverbrauch im Jahr. Kleine Dörfer, in denen sich das Militär nicht zeigte. Snacks und Angebote. Kein stiller Ort – nirgends. Am Bahnhof dann der Zapfhahn. Dort musste ich zusehen, wie ich die Situation bereinigte. Vorbei an Bierleichen, dem Fußballverein auf Bildschirm und… Weiterlesen »

Life-Unterhaltung (fastgegenw.)

Von | 22. August 2011

Dr.  Schafer: Ich „glaube, ich werde zur guten altmodischen Chirurgie zurückkehren. Der menschliche Körper ist skandalös schlecht konstruiert. Warum nicht, anstelle von Mund und Anus, die so vielen Erkrankungsmöglichkeiten ausgesetzt sind, ein Allzweck-Loch, das zum Essen und zur Ausscheidung dient? Wir könnten Nase und Mund abschließen, den Magen auffüllen, ein Luftloch direkt in die Lungen… Weiterlesen »

Chlebnikov-Aporismo

Von | 21. August 2011

Auf zehn Verrückte kommt heute durchschnittlich ein Autor. Wenn es der Menschheit gelingen sollte, diese Quote in den nächsten zehn Jahren auch nur zu verdoppeln, sehe ich schwarz für die PengakAtien.

Duft der Zeit

Von | 21. August 2011

du sitzt neben mir dein duft umhüllt mich sanft wie es deine berührungen tun   du sitzt neben mir und ich erinnere deine augenblicke deine schon längst vergangenen zärtlichkeiten die in mir weiterleben und mich erfüllen mit glück mit freude auf neues doch du sitzt neben mir und die zeit zwischen uns wächst zu einem… Weiterlesen »

Die Provinz eines Poeten

Von | 17. August 2011

Dichter bleiben Dichter, ob sie dichten oder nicht. Viele Dichter bleiben nicht lebenslang auf Gedichte geeicht. Gern wird die Prosa geprobt. Ralph Grüneberger macht da keine Ausnahme. Er hat seine Leser mit hintersinnig-heiteren Geschichten gut unterhalten. Jetzt hat sich der nunmehr 60-jährige zum Jubiläum mit Gedichten beschenkt. Nicht mit neuesten Gedichten! Ralph Grüneberger hat eine… Weiterlesen »

Ehtoma (Sommerstück von einem finnischen See)

Von | 16. August 2011

Ich halte die Augen geschlossen und sehe einen See. Alle Gedanken, alles Spürbare, Fühlbare, alle Erfahrung, alle Erinnerung scheinen aus diesem See aufzusteigen. Hinter meinen Augen ist der See und füllt mein Inneres aus; geht weit über die Grenzen meines Körpers, meiner Haut, die nach See und warmem Stein riecht. Ich liege auf einem Stein… Weiterlesen »

Mir zerbrechen die Gedanken

Von | 14. August 2011

Unter deine Haut Sie zerfallen in deine Leere Mit allen Sinnen Versuche ich dem Sog zu widerstehen, Hineinzufallen In die Aussichtslosigkeit des Sommers   Erschöpft scheint dein Ich, ein sich Hineingeben in den Verlust und den Ablauf der Zeit   Wir gehen den Fluss Hinauf und hinab Das hinab möchte ich auslassen obgleich ich an… Weiterlesen »

Totentanz

Von | 13. August 2011

  Die Bischöfe könnten sich freuen über soviel Phantasie. Der Sensenmann geht um, die Kranken und Lahmen werfen sich an seine Brust. Die Büßer im braunen Sackleinen geißeln sich selbst und werden von Engeln erlöst. Der dürre Mann mit dem Lendentuch wird nicht gekreuzigt, aber zur Auferstehung erweckt. Der Herbst ruft Todesstimmung hervor mit trockenen,… Weiterlesen »

bei Regen

Von | 12. August 2011

zu viert am Tisch : umringt im Halbkreis von einem Rudel Zuschauer : der barhäuptige Alte schielt : welche Trümpfe der Athlet in der Hand hält : tief in die Stirn hat der Motorradhengst die Basecap gezogen : er will nichts sehen die Karten knallen auf den Tisch : im Rhythmus des Regens : allabendlich… Weiterlesen »

Land unter

Von | 8. August 2011

die koordinaten geraten ins wanken worte verlassen die insel vokabeln die sicheren boote ein gespräch mit dir anna ach anna verläßt beim spaziergang fällt mir was ein sagen reporter, die rentner von morgen verlassen das land (nur eine ahnung) kennen und glauben die sichere nachricht, wer weiß von ard+zdf+ ntv+phoenix sat1+ noch heute die nachricht,… Weiterlesen »

Der menschliche Wahnsinn

Von | 3. August 2011

1 Er ist jetzt kein Problem und wird später garantiert keines mehr sein. Die Zeit nimmt ihn fort, still verzagt, gegen jedwede Vernunft. Im Text am Werk, will er mit seinen Kindern ein unbeschreibliches Leben führen. Wir lassen ihn gewähren auf dieser Entdeckungsreise durch die Bestandteile des bloßen Atems. Und wie von selbst kullert er… Weiterlesen »

DONG!

Von | 3. August 2011

Albträume, albträume, die sind, albträume, albträume, abträume, nicht sein- sie sollen dong – machen, nicht sein, dong machen, dong, dong, dong – nicht sein – ding, dong – albträume, albträume…