Monatliche Archive: Mai 2011

Neapel

Von | 31. Mai 2011

wie geschaffen sind die die Uferpromenaden für Motorinos : die Stadt lebt mit dem Meer für frische Luft ist kein Platz in den Gassen Hanibals Elefanten passen nicht hindurch bunter Plunder liegt ausgebreitet uns zu Füßen Haijin-Container stapeln sich am Hafen : Burgen die Stadt wird belagert & hungert aus : im Museum gibt es… Weiterlesen »

Das Gerüst

Von | 28. Mai 2011

Welch seltsam Mantel aus Geraden- Stücken und Knoten in der Luft hat Das alte Gemäuer sich zugelegt? Überall nur Quader, Ritzen, leere Segmente – ein loser Stoff, worin das Nichts die Abwesenheit der Materie Zur universellen Fraglichkeit allen Sinns Verbaut – Ritzen und Löcher, Kupplungen Für das Jauchzen der Form unter unter- Schiedlichen Bedingungen; auf… Weiterlesen »

Dünung der Jahrhunderte

Von | 26. Mai 2011

Was ist der Sinn einer Augenklappe? Kam der Text aus dem Schweigen? Wo Brechen die Wurzeln Zuerst durch den Stein, Ergeht es ihm anders Als den Worten auf Papier? Irgendwo Weit im Norden Träumt der Berg vom Wiehern der Hufe.

Das Förderband

Von | 22. Mai 2011

Vollständig entleert gleiten die eisernen Schlünde talwärts. Nach Erfüllung aller Zwecke hat die Seele wieder Ruhe für einige Zeit. Zugrunde gegangen beißen sich die Motoren ins Erdreich. Unmerklich geht es vorwärts. Alles verschwindet. Was bleibt ist grundlos leer. Blitze wie Bites aus Sätzen von Blei. Der Aufstieg des Erzes ist hier Maßstab des Dauerhaften. Der… Weiterlesen »

Solveig

Von | 18. Mai 2011

Ohne bücher und ohne das lesen hätte ich meine kindheit und jugend nicht überlebt, besonders nicht die zeit, als es zuhause so schlimm war. Solveig drehte den kopf und starrte durch den raum. Auf dem tisch lag ein angebissener apfel, schon ganz braun. Die kräche zwischen vater und mutter, meist nachts, die schläge und die… Weiterlesen »

Pfuuuuh!

Von | 17. Mai 2011

Im Kaffee Kleist: Kakao, mit Haut bitte. Die Haut von elefantener Beschaffenheit. Der Monokelträger schiebt einen Gummisaurier auf den Tisch, der von Ms. Pistole bewundert werden soll. Er ist etwas dickbäuchig, der Saurier, und verfügt über einen grünen Kamm am Rücken. Das Tier ist von Rossmann, aus der Badeabteilung, das ahnt Ms. Pistole. Und reife… Weiterlesen »

gestern

Von | 17. Mai 2011

wie selbstverständlich gehst du über die worte als wüsstest du um ihre schwere begleite mich wenn ich den weg durchs gebirge nehme über die brüchigen schiefer auf der anderen seite wartet das meer

Ein Sommergruß

Von | 12. Mai 2011

Die kleinen Buckel Im Atem zittern Stumm Ihrem Tal  entgegen: grün Wächst das Gras auf den Wolken, der zukünftige Mensch War nichts als Kind War nichts als Gestreckter Nackenkörper Und hoch oben der Schnee * * * für Armin Das Herz Ist ein Gespinst aus Nerven, zwischen seinen Fasern hängen die Träume Schwer Im Nirgendwo.… Weiterlesen »

Das Kraftwerk

Von | 11. Mai 2011

Gedichte in die Produktion! Tod den Märtyrern! Wer nicht denkt, soll auch nicht sprechen! Jeden Abend Feierabend! Für das Ende der Geschichte! Jede Feier bis zum Morgen! Nie wieder Alkohol! Hände weg vom Lenkrad! Kein Keller ohne Überschwemmung! Dem Frühling die Freiheit! Freie Fahrt für blaue Würger! Jedem Brötchen seinen Aufschnitt! Kein Klavier ohne Stimmung!… Weiterlesen »

Blättrige

Von | 11. Mai 2011

Nachösterliche Enge – Luftnot. Blattwerk, aus der Retorte gläsern bespiegelter Treibhaus-Gase. Kaum erblüht im Glas, zerfällt es, wieder: Herbst, vielleicht ein Weihnacht, dann ein wenig Kelvin und Anti-Bios: gefriergetrockneter Ramsch Fotoobjekte, außerhalb vom Orbit.

Der Stift ist tot

Von | 8. Mai 2011

mein Stift, er erstirbt hat so treulich gewirkt mir zur Seite gestanden wenn wir Neues erfanden konnt‘ mit diesem Stifte nur schreiben wie kann er sich bloß so verweigern mit ihm zusammen dichten die vergnüglichsten Geschichten doch er hat mich verlassen da werd‘ ich‘s denn sein lassen.