Archive for April, 2011

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Samstag, April 23rd, 2011

Von der Himmelskugel

Seilt sich ein Stern ab:

Freier Fall durch den Raum

Oder Aufbegehren im Irdischen?

Ist die große Fusion Ausdruck

Für die Liebe der Atome, oder

Hängt die Bewegung diesseits von

Stärke und Schwäche ihrer Kraft?

Kaial-Freude oder Staubschweiß,

Silbenflimmern oder Steiß der Hart-

holzgehirne, immer bleibt

Was ist ein Splitter … Als

Marie-Antoinette ihre Knitterwäsche

Unter die Exzenterpresse legte

Gurgelte es kurz in der Pfütze

Hinterm Parkplatz, und auf der anderen

Seite des Universums wurde (finger

food für towarisch Archi-

medes) die Zahl P/Innen mit

Hammer serviert, Hummer garniert

glandula glandula

Dienstag, April 19th, 2011

warzenäugig, schwammhäutig:
vom ich zum du
sind die beiden
dialogischen brustsprossen
aufgesprungen
bis zur
milchwurzel

die jungen

Samstag, April 16th, 2011

es tönen die jungen zur nacht,

mit wehend weißen fahnen,

ein knab in kummer erwacht,

aus ängstlich träumenden bahnen.

des sonntags nächtliche stunde,

zerbricht der knab entzweih,

in gesten seiner munde,

gefallener engel komm herbei.

so machen wir uns frei,

von allen zeiten der tugend,

von aller knechterei,

und wählen deshalb,  die jugend.

 

 

 

auf lichtfang

Montag, April 11th, 2011

die flexionsformen
der zweige haben neue
endungen bekommen:
ihr triebleben strahlt ins
totholz der städte

Innerfaltfilm Drei

Montag, April 11th, 2011

Sperrbezirk der Körpererinnerung, kein

Nervenbündel übrig zu bezeugen

Das Grauen, 20. Jahrhundert, ohne

Sorge der Tod nur der Anderen. Ein

Kleiner roter Mantel verschwindet

In der Ferne, ein stummes

Schluchzen hängt nun, hängt nun

Unter zehntausend Metern Wasser

Allein auf dem Meeresgrund. Der

Auftrieb einer einzigen Seele, Kraft

Gleich Gewicht für immer

Verdrängter Zukunft, reicht

Einen Tunnel in die

Atmosphäre zu brennen, Ver-

Bindung des Sankt-Andreas-Grabens

Zu einem einzigen, winzigen Stern

Mit fein säuberlich abgefegten Vulkanen

der see

Sonntag, April 10th, 2011

der morgen fuhr in dämmerung und rief,

so kam er…

allein im see, daneben stille,

im schlund eines drachen,

so tief wie er selbst.

hastig in angst verschluckt zu werden,

im glauben der trüben wasser seele,

des ewigen plätschern und rauschen,

beim ersten sonnenzwinkern,

verlor und verschwand.

aphorismus

Montag, April 4th, 2011

der vers ist die produktlinie; das gedicht die systemlösung.

Vergib

Sonntag, April 3rd, 2011

jung wie ich war,

schwamm ich hinaus und suchte,

wagte, wählte,

nicht scheu die türme einzureissen.

ich fleh vergib

das ich heraustrete

alter höllenkreise.

des herzens vernunft, spricht ein langes A ,

ich bitt vergib.

A …!

A …!

A …!

Schwesterngesang

Sonntag, April 3rd, 2011

gesänge der ehrfurcht in sehnsucht getränkt,

so rufen die schwestern, sie rufen find ein.

ton um ton wird alles hell,

gefallene engel heulen durch die tore.

glockenschlag um glockenschlag,

hallts nun durch die leiber.

mehret, mehret findet ein,

zum großen aufbegehren.

so rufen die schwestern,

sie rufen, find ein.

Rotznasen

Sonntag, April 3rd, 2011

ich hört, kalt ist’s, : die welt

wegen der rotznasen,

des coolen typus.

stets überzogen,

im lachen wie im weinen.

TRASHFLASH

 seiner list rühmend masturbiert.

da ist kein platz für demut, würde, ehrfurcht und wärme,

daher die rotznasen.