Archive for Juni, 2010

Dienstag, Juni 29th, 2010

Träumte sich die Welt als Ball, der von der Mauer zurückprallt?

Lag sie im Flugzeug, um die Schallmauer zu durchbrechen?

Tauchten wir hinab mit geschlossenen Augen?

Wo der Flieder blüht, hausten Sirenen -

Holundertunnel – gefrorene Milch eines Sommers,

Und es gleiten die Gletscherkühe aus der hohen Krone der Berge.

noch unbekannte welt

Montag, Juni 28th, 2010

gefahren sind wir bis ans ende einer welt die uns

bis gestern noch unbekannt schien der mond hell

am himmel und ich sank dir in die arme überrascht

von neugier über dich und mich wie wir gemeinsam

begonnen haben loszugehen jeder auf seine ganz

eigene weise beherzt beglückt beängstigt von der

gegenwart eines anderen den man sucht

und ebenso scheut

losgegangen sind wir um eine welt zu finden die

obwohl neu uns doch vertraut ist und die farbe der

sonne dem licht gleicht das in uns dringt bei der

berührung des anderen tief und warm schien

der mond vom himmel und lachte uns an

 

 

gecken brausen

Donnerstag, Juni 24th, 2010

Sie hocken hinter hohen hecken : wie friedlich
Diese welt : die kinder spieln verstecken
Hinterm grün : der rasenmäher brummt
Sie fühln sich wohl bis zum verrecken : schaurig
Grüßt im fernsehn ein verbrechen : hier ist es ruhig
Nur die wilden gecken brausen auf motorrädern
Vorbei : so geht der lange tag im sommer
Schnell vorüber & sie lecken ihre eis-
Kugeln : es bleibe rund die welt & voller ecken

sommernachtsball

Montag, Juni 21st, 2010

sommer is nich, wende war schon, hohe zeit der spiele, ein tor ein tor und noch ein tor, das sind schon ziemlich viele, der nachbar schlägt die latte platt, die platte matt am bunten zaun steht ungeschminkt ein andrer clown und kotzt in die rabatte, so wird der längste tag verkürzt, sechs achtel – drei zu vier, maria kron der korken fliegt und lau ist hier das bier, mittsommernacht, das feuerwerk, vertanzt, ein glimmen nur, aber so ist das nun mal, was dem einen sein leuchtkäfer – is dem andern sein glühweinchen. darauf einen asbach.

* * *

Donnerstag, Juni 10th, 2010

Wäre die Welt
Ein ewiges
Gemurmel von Flächen
Und Linien

Farben gäbe es nur
Zerfließend, Regen-
Bogenhaut nahe

Der schweigenden Donnerbrücke
Ins Gedächtnis; immer-
Hin hat der Himmel
Seine Lücken im Dunkel

Am frühen morgen

Sonntag, Juni 6th, 2010

Seit wochen habe ich das erste mal die nacht

Inmitten des schnarchens meiner frau

& meiner tochter zugebracht : mein schnarchen

Mischte sich mit ihrem : gemeinsam schnieften wir das frühjahr

Herbei : sag einer : es gebe kein glück