Archive for Mai, 2010

nun, doch

Donnerstag, Mai 27th, 2010

Nun, doch

Die Zeit anhalten, den Augenblick verschieben

das wollten wir, so lange wie möglich.

Nun, doch, es ist soweit. Plötzlich.

Und ändert dein Sein, bisher so gediegen.

Der Faden bricht, das Licht erlischt.

Unsagbares, so bedeutend.

Untastbares, so berührend.

Erwecken, in mir, ein neues Ich.

der alte boden

Dienstag, Mai 25th, 2010

deine lippen

scheinen

meine zu küssen

so nahe stehen

unsere

wahrnehmungen

bei ein ander

 

der alte boden

trägt

unsere

angst

vor nähe & ferne

 

wir halten

die bücher

wie unsere leben

umklammert

und vergessen

zu sprechen

Bankräuber der Nation

Sonntag, Mai 23rd, 2010

In jungen Jahren juckten ihn fallen-
Des Obst, eine Allergie gegen die
Pflicht geduldigen Wartens & immer
Wieder jenes Hecheln über dem
Herzen, worin sich Türen wie Augen
Ins Blinde öffnen, den Brustkorb voller
Universen; später vergötterte er
Den Wind, sich allseitig
Bildendes Wesen & begann
Im Strudel der Sintflut die zwei
Richtungen zu unterscheiden

* * *

Des Obstes Baumwurzel aber
Schwärt neben dem anderen
Schwer sich bäumenden

Hinterm Joy c’etick

Freitag, Mai 21st, 2010

Gururummeln die! Karabanausen Iren maymaybelosen Ovvaheddgigg, Underkilltmich in Weitahwahtahweh.

(Hinsetzung folgte demweitest … wehnn

rosen im badezimmer

Dienstag, Mai 18th, 2010

es gab

und es gibt nicht mehr

einen strauss roter rosen

im badezimmer

 

das wasser ist abgekühlt

die kerzen herabgebrannt

 

ich öffne das fenster

frischer wind soll die rosen

heraus und wind herein pusten

 

dich soll er bringen

und mir in den schoss legen

 

ich werde dir den kopf kraulen

und mich nicht wehren

gegen das auftauchen

aus der vergangenheit

 

Credo

Montag, Mai 17th, 2010

Im Innern der Berge drehen sich Erzadern
zu unwahrscheinlichen Sonnen, die ihre Bestimmung
erst nach Öffnung des Raumes erfahren werden.

Ich wollte immer auffliegen wie ein Vogel aus der Schlucht; nun lebe ich außen im Kristall. Aber nun geben Sie mir bitte den Weg frei, ich schwinge wieder – ich war so müde – auf Flügeln geht dieser Gang – mit meinem blauen Anemonenschwert – in Mittagsturz des Lichts – in Trümmern des Südens – in zerfallendem Gewölk – Zerstäubungen der Stirne – Entschweifungen der Schläfe.

(Rosch : Featuring : Benn : Gehirne : Auszüge)

laut und leise

Montag, Mai 17th, 2010

winde dich heraus

aus den seilen der

gesellschaft

betrachte das laute

& falle hinein

in die bedeutung

. leise

für Volker S.

Dienstag, Mai 11th, 2010

Das Rauschen im Ohr des Sprechenden -
Eine Tonspur
Im Schnee; die Worte
Wohnen im Gedächtnis,
Ankerplätze mitten im Ozean,
Wo alle Wellen zerbersten.
Zerbersten. Der Wind
Hat dazu keine Meinung,
Die Muschel verlangt nach Lippen

Einsamkeiten I

Dienstag, Mai 11th, 2010


Auf dem Rücken einer lauen Sehnsucht
gen Himmel steigen
und nicht mehr sein wollen
als eine flüchtige Kontur
in jenem klaren Einfaltsblau

Dann, auf den Wolken,
mit dem Ballett des kleinen Horizonts
eine traurige Polonaise tanzen

Schlafsucht

Sonntag, Mai 2nd, 2010

Ein Mann ging die Straße vor meinem Fenster auf und ab. Er sah aus wie Bryan, aber ich hörte ihn rufen: Laß die Finger von mir, ich bin infiziert. Ich bin Konrad Schmett …  Grell schien die Märzsonne ins Zimmer, geblendet hob ich die Hand. Schwach von den Medikamenten, mit denen sie mich vollgepumpt hatten, war ich nur fähig, den Kopf zu heben.

Der Hörer lag schwer auf der Gabel. Ich nahm ihn ab, wählte … niemand meldete sich. Draußen schneite es. Ich zog die Vorhänge zu. Flüchtig glitten sie mir durch die Hände. Ich öffnete sie wieder. Bryan lag auf dem Bett, auffallend hager. Sein Haar stach dunkel von der blassen Haut ab. Etwas kroch über das Parkett, träge und zäh. Ich hob den schwarzen Mantel vom Boden auf, zog ihn an und legte mich wieder ins Bett.

Später, im Badezimmer, drehte ich das Wasser an. Als ich nach der Seife greifen wollte, löste diese sich vor meinen Augen auf. Ich nahm ein frisches Stück aus dem Schrank, hängte auch gleich ein sauberes Handtuch an den Handtuchhalter. Dann seifte ich mir wie gewohnt die Hände ein, spülte sie mit heißem Wasser ab. Schließlich knipste ich die Deckenbeleuchtung aus und schloß die Tür.

Tags verpaßte ich die Straßenbahn und ging zu Fuß nach Hause. Auf halbem Weg hielt ich ein Taxi an, das plötzlich aus dem Schneegestöber auftauchte, stieg ein und ließ mich auf den Rücksitz plumpsen.

Auferstanden

Samstag, Mai 1st, 2010

Nicht aus der Asche, suche ich _ Flügel

Nach den Ruinen / diesem Ort

Da es noch ist wie es ist…

Die Sender senden ihre Sendungen

Bewegungsdifferenz von Energiebilanzen