Monatliche Archive: Mai 2010

nun, doch

Von | 27. Mai 2010

Nun, doch Die Zeit anhalten, den Augenblick verschieben das wollten wir, so lange wie möglich. Nun, doch, es ist soweit. Plötzlich. Und ändert dein Sein, bisher so gediegen. Der Faden bricht, das Licht erlischt. Unsagbares, so bedeutend. Untastbares, so berührend. Erwecken, in mir, ein neues Ich.

der alte boden

Von | 25. Mai 2010

deine lippen scheinen meine zu küssen so nahe stehen unsere wahrnehmungen bei ein ander   der alte boden trägt unsere angst vor nähe & ferne   wir halten die bücher wie unsere leben umklammert und vergessen zu sprechen

Bankräuber der Nation

Von | 23. Mai 2010

In jungen Jahren juckten ihn fallen- Des Obst, eine Allergie gegen die Pflicht geduldigen Wartens & immer Wieder jenes Hecheln über dem Herzen, worin sich Türen wie Augen Ins Blinde öffnen, den Brustkorb voller Universen; später vergötterte er Den Wind, sich allseitig Bildendes Wesen & begann Im Strudel der Sintflut die zwei Richtungen zu unterscheiden… Weiterlesen »

rosen im badezimmer

Von | 18. Mai 2010

es gab und es gibt nicht mehr einen strauss roter rosen im badezimmer   das wasser ist abgekühlt die kerzen herabgebrannt   ich öffne das fenster frischer wind soll die rosen heraus und wind herein pusten   dich soll er bringen und mir in den schoss legen   ich werde dir den kopf kraulen und… Weiterlesen »

Credo

Von | 17. Mai 2010

Im Innern der Berge drehen sich Erzadern zu unwahrscheinlichen Sonnen, die ihre Bestimmung erst nach Öffnung des Raumes erfahren werden. Ich wollte immer auffliegen wie ein Vogel aus der Schlucht; nun lebe ich außen im Kristall. Aber nun geben Sie mir bitte den Weg frei, ich schwinge wieder – ich war so müde – auf… Weiterlesen »

für Volker S.

Von | 11. Mai 2010

Das Rauschen im Ohr des Sprechenden – Eine Tonspur Im Schnee; die Worte Wohnen im Gedächtnis, Ankerplätze mitten im Ozean, Wo alle Wellen zerbersten. Zerbersten. Der Wind Hat dazu keine Meinung, Die Muschel verlangt nach Lippen

Einsamkeiten I

Von | 11. Mai 2010

Auf dem Rücken einer lauen Sehnsucht gen Himmel steigen und nicht mehr sein wollen als eine flüchtige Kontur in jenem klaren Einfaltsblau Dann, auf den Wolken, mit dem Ballett des kleinen Horizonts eine traurige Polonaise tanzen

Schlafsucht

Von | 2. Mai 2010

Ein Mann ging die Straße vor meinem Fenster auf und ab. Er sah aus wie Bryan, aber ich hörte ihn rufen: Laß die Finger von mir, ich bin infiziert. Ich bin Konrad Schmett …  Grell schien die Märzsonne ins Zimmer, geblendet hob ich die Hand. Schwach von den Medikamenten, mit denen sie mich vollgepumpt hatten,… Weiterlesen »